Beinverlängerung nach Hüft-OP



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  1162. Eintrag von am 02.08.2003  
  Beinverlängerung nach Hüft-OP  
  0Meine Tante ist vor 1 Woche an der li. Hüfte operiert worden. Nun ist das operierte Bein ca. 3,5 - 4 cm länger. Was kann sie unternehmen, ist dies normal?  
  9. Antwort von am 06.08.2003  
  Vielen Dank für Eure Antworten.
Meine Tante hat die SchuherhOEhung nicht selbst in Auftrag gegeben, sondern durch die Krankengymnastin. Inzwischen hat sie auch mit dem Arzt gesprochen, der wohl meint, das dies schon mal passieren kann, da vorher ja auch schon eine Verlängerung von 1/2 cm bestanden haben soll. Nach rücksprache mit anderen AErzte bei mir in der Klinik wurde erst mal geraten, die Reha abzuwarten und da die andere Hüfte auch nicht ganz in Ordnung ist, diese in kUErzerer Zeit als eigentlich beabsichtigt war, zu operieren.
Herzliche
A.
 
  8. Antwort von am 04.08.2003  
 
A.,

ich kann dir folgendes aus meiner Erfahrung schreiben.

Eine Beinverlängerung kann von 3,5-4cm der Operateur wirklich mit Absicht gemacht haben. Denn wie H. schon schrieb, muss die Hüfte sprich Prothese unter Spannung stehen..

Dies ist bei mir genauso gemacht worden. Ich habe zu eine Differenz von 4,0cm, aus dem folgenden Grund.

Meine erste Hüfte ist mit den Jahren eingesackt.
Dies hatte aber mit dem Zustand meiner Knochendichte zu tun. Sprich auch mit dem Beckeninnenkamm der die PfI. tRäGt.
Wenn die PfI. sich etwas verschiebt, verschiebt sich allgemein die Hüfte (Prothese) mit.
Weil dies bei mir auch der Fall war.
Wurde diesmal eine Hüfte mit Cerlage gemacht (Kleber), und es kam ein Trochjantherzuggurt ran. Der verhindert das die Hüfte wieder nach oben wandert, und somit auch nicht die Gefahr besteht das, daß ganze Ding mal 'Durchbricht'. So kann nAEmlich auch eine Bein Differenz herkommen.

Wie gesagt, sprich mit dem Operateur der die Hüfte gemacht hat. Und Frage nach. Denn deine Tante muss ja auch die entsprechenede SchuherhOEhung bekommen.

Mfg
I.
 
  7. Antwort von am 03.08.2003  
  A.,

eine Beinverlängerung im Zusammenhang mit einer Hüft-TEP kann notwendig sein, wenn eine Fehlstellung besteht oder wenn die Muskulatur sehr schwach ist.
Der Grund ist meist, daß das Luxationsrisiko möglichst gering sein soll und das Gelenk daher unter einer gewissen 'Spannung' stehen soll.
Eine geringfUEgige VerAEnderung tritt tatsAEchlich hAEufig bei erreichter Vollbelastung ein. Das liegt vor allem auch daran, daß das Gewebe noch abschwillt, daß sich BAEnder, Muskulatur, usw. anpassen und weniger daran, daß die Prothese 'einsinkt', was minimal der Fall sein kann.
3,5 bis 4 cm erscheinen mir sehr viel. Genaue Messungen sollten durch den Arzt erfolgen. Nicht allein der AEussere optische Eindruck spielt dabei eine Rolle.
Ich hatte direkt nach der OP eine Beinlängendifferenz von 1,5 cm, jetzt noch von 1 cm. Eine SchuherhOEhung habe ich bereits in der Reha bekommen, jedoch nur bei einem Paar. Ich sollte die Entwicklung bis zur Vollbelastung abwarten. Bei dem 1 cm ist es nun geblieben und ich habe mir die Schuhe, die ich besonders hAEufig und lange trage, erhOEhen lassen.

Alles Gute für deine Tante und
H.
 
  6. Antwort von am 03.08.2003  
  A.!
Da hast du etwas falsch verstanden. D. hat mich damit gemeint. Allerdings habe ich keine Mail von ihr erhalten!
Ich Wünsche dir noch einen schönen Sonntag!
C.
 
  5. Antwort von am 03.08.2003  
  A.,

hat deine Tante denn ohne Anordnung des behandelnden Arztes die Orthopädiewerkstatt zur SchuherhOEhung beauftragt? Dies erscheint mir doch recht ungewöhnlich, zumal sie die Sache dann ja auch selbst bezahlen muss!

D.
 
  4. Antwort von am 03.08.2003  
  Vielen Dank für eure Antworten. Bei meiner Tante wurde die Hüfte einzementiert, es war vorher keine BeinverkUErzung da, es muss operationstechnisch passiert sein. Meiner Tante wurde von den AErzten vor der OP über eine Beinverlängerung von ca. 1 cm informiert, nach der OP hat von den AErzten überhaupt noch keine Information darüber stattgefunden. Die Krankengymnastin hat dies bemerkt und mit einer Kollegin ausgemessen. Nun wurde durch ein Orthopädiegeschäft ein Schuhausgleich in Arbeit genommen. Ich hatte meiner Tante geraten, mit den AErzten über diese Problematik zu sprechen, was erst in der nächsten Woche wohl geschehen wird. Ich werde euch dann darüber informieren. Ausserdem werde ich mit anderen AErzten (ich arbeite auch in einem Krankenhaus) darüber sprechen und werde euch ebenfalls dann über diese Meinung berichten.
Nun zu C. 47. Du schriebst, daß du auf eine Antwort von mir vor einigen Wochen wartest. Dies kann nicht sein, da ich erst seit gestern Mitglied bin. Gibt es denn noch eine A.?
 
  3. Antwort von am 03.08.2003  
  A.,

bei einer solchen Differenz muss ein Ausgleich auf der kUErzeren Seite erfolgen. Bevor deine Tante sich aber nun daran macht, alle ihre Schuhe umarbeiten zu lassen, sollte sie sich von mehreren AErzten (und eventuell auch Physiotherapeuten) diese Differenz bestätigen lassen. Je nach verwendeten Untersuchungsmethoden können die Ergebnisse nAEmlich variieren. Es ist auch möglich, daß VerAEnderungen der Muskulatur (z.B. Verspannungen) die gemessene Beinlänge mit beeinflussen. Deshalb ist es eigentlich noch viel zu frUEh, sich jetzt auf einen Ausgleich festzulegen.

C. 47

daß ein Operateur ein Einsinken der Prothese bereits einkalkuliert, finde ich schon recht ungewöhnlich. Eine korrekt eingebaute Prothese dUErfte eigentlich nicht einsinken, vor allem nicht so stark!

UEbrigens würde ich mich sehr freuen, wenn du auf meine beiden BeitRäGe in deiner Mailbox vor einigen Wochen vielleicht doch noch antworten würdest.



D.
 
  2. Antwort von am 02.08.2003  
  A.!
Das mit der Beinverlängerung kann passieren. Auch bei mir sind es nach der Hüft- TEP ca. 4cm geworden. Mein Operateur hat mir vorher gesagt, daß es länger wird. Allerdings wusste auch er nicht genau, wieviel. Ich hatte eine angeborene Dysplasie und meine Hüfte war nicht überdacht und ich hatte keine ausgebildete PfI.. Ich bekam nach der OP eine SchuherhOEhung von 3 cm verordnet und man sagte mir, daß evtl. die Prothese noch bis zu 1 cm einsinken könnte. Nach 4 Monaten steht jetzt allerdings fest, daß es doch 4 cm waren. Man sagte mir auch, wenn es mehr als 3 cm sind, mUEsste man einen Orthopädischen Schuh bekommen. Ich komme mittlerweile mit der SchuherhOEhung ganz gut klar und wenn die andere Seite gemacht wird, wird es wieder ausgeglichen.
Hat man deine Tante über die evtl. Beinverlängerung aufgeklärt? Hat sie eine zementierte oder eine zementfreie TEP bekommen? Was sagt der behandelnde Arzt dazu! Hat sie schon eine SchuherhOEhung bekommen?
Es wäre nett, wenn du diese Fragen noch beantworten könntest.
Ich Wünsche dir und deiner Tante alles Gute!
C.
 
  1. Antwort von am 02.08.2003  
  A.,

schade das bei Deiner Tante die Beinlängendifferenz so extrem ist. Leider kann das manchmal passieren. Die AErzte sichern sich vor der Op auch dagegen ab.
War denn das Bein vorher kUErzer und eine Beinverlängerung eingeplant, oder ist das operationstechnisch passiert. Was sagen denn die AErzte? Ist die Differenz schon anerkannt und wird etwas dagegen unternommen (SchuherhOEhung). Oder sagen die AErzte es sei subjektives empfinden und warten die Vollbelastung ab.

Also bei mir ist das nähmlich so gewesen. Mein Bein wurde geplantermassen bei der Op um 2cm verlängert, ich hatte danach das Gefühl daß es viel mehr geworden sind. Jetzt bei ung der Belastung lässt das Gefühl immer mehr nach.
Ich hoffe und Wünsche für Deine Tante das sich das auch noch etwas gibt.

Alles Gute
B.

 




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