Diagnose Kniearthrose



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  1260. Eintrag von am 31.08.2003  
  Diagnose Kniearthrose  
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ich bin noch ganz neu hier und hab eben erstmal 2 Stunden damit verbracht, viele BeitRäGe zu lesen, die mir schon viele meiner Fragen beantwortet haben :-). Mein Freund ist 37 und seit 1999 weiss er, daß er Arthrose im Knie hat. Vor einem Monat begannen die Schmerzen so stark zu werden, daß es ihn in seiner sportlichen Aktivität hinderte (Judo,Klettern,Radfahren...). übers Internet und BUEcher hat er jetzt verschiedene Sachen ausprobiert (Glukosamine;Chondroitinsulfat und ), die die Schmerzen jetzt für einige Tage gelindert haben, aber seit 2 Tagen nicht mehr 'zu wirken' scheinen, das heisst, er hat Schmerzen bei jedem Schritt.
Ich hab jetzt so viele verschiedene Sachen gelesen, daß ich gar nichts mehr weiss. Er wird langsam richtig depressiv (will so gerne Sport machen, kann aber wegen der Schmerzen nicht) und ich weiss nicht, wie ich ihm helfen kann.
Hab schon kapiert , daß es keine 'Heilung' im herkOEmmlichen Sinn gibt, aber gibt es bestimmte Medikamente, die ihn einigermassen schmerzfrei werden lassen?
 
  7. Antwort von am 08.09.2003  
  A.,
so viele BeitRäGe schon, aber ich möchte trotzdem noch was dazu schreiben:
Es stimmt, so schwer es auch sein mag - dein Freund muss wohl den Tatsachen in die Augen sehen. Was das heissen mag: Sein Gelenk/seine Gelenke sind nicht mehr so belastbar.
Ich bin frUEher auch viel und ausdauernd in die Berge gegangen und hatte Klettern angefangen. Damit war dann allerdings Schluss. Judo oder Karate hAEtte mir auch Spass gemacht und besonders wenn es mir zwischendurch wieder sehr gut gegangen ist, habe ich mir immer UEbelegt, ob... doch dann hat einfach der Instinkt gesprochen und ich habe es bleiben lassen. Schweren Herzens, aber es hilft nichts.
Ich denke, erst einmal orientieren. Sich einen guten Orthopäden suchen. Auf Sportarten ausweichen, die einem nicht schaden. Es wird seine Zeit dauern, weil man sich wirklich umorientieren muss und das geht nicht immer so locker und von heute auf morgen. Doch das Leben bleibt lebenswert! Eigentlich, wenn ich ganz ehrlich bin, dann würde ich niemals behaupten, meine GelenkschAEden mit den ganzen Konsequenzen, beeintrAEchtigen meine Lebensqualität - das tut es nicht, zumindest empfinde ich es nicht so -
Alles Gute für deinen Freund!
H.
 
  6. Antwort von am 05.09.2003  
  F. - Anmerkung zu 70 bis 85 % Heilung :
Auch wenn's im Fernsehen kommt : 70 bis 85 % Heilung bei Arthrose kann seriOEs niemand versprechen. Dieses Verfahren scheint aber laut angegebener Webseite nur für eine sehr eingeschrAEnkte Indikation anwendbar zu sein. Vermutlich gilt diese Heilungsrate dann nur für diese Vorauswahl von Patienten.

G.
 
  5. Antwort von am 04.09.2003  
  Liebe A.,
ist ja ganz lieb, wie Du für Deinen Freund Ausschau hAElst, ja, das sind die Frauen!!! - Also - es soll eine Heilung geben, daß habe ich gerade im 3. Programm Baden-württemberg, Sendung Praxis Dr. Weiss gesehen. Der Link ist www.swr.de/praxis-doktor-weiss. Diese Neuigkeit kommt aus DAEnemark und wurde von einem namhaften Orthopäden der Universitätsklinik in Freiburg (Schwarzwald) aufgegriffen. Dieses neue Verfahren soll so wirksam sein (70 bis 85 % Heilung), daß die Krankenkassen in die Verhandlungen der Kostenübernahme eingetreten sind. Diese Sendung wird UEbrigens am Montag, 8.9. um 11.30 bis 12.00 Uhr im Fernsehen, 3. Programm, wiederholt.
Es gibt noch Hoffnung!
Herzliche , F.
 
  4. Antwort von am 04.09.2003  
  liebe A.,
so trivial es sich anhOErt: es gibt keine bessere Therapie, als mit der
'BewegungseinschrAEnkung' zu leben und sich auch in sportlicher
Hinsicht darauf einzustellen. Alle Bewegungen im Wasser sind
schmerzfrei möglich - kann Aqua-Jogging empfehlen. Das hat mir sehr
geholfen, wieder einigermassen beweglich zu werden. Grosse
Belastungen wie Judo oder auch Klettern sind natUErlich Gift und werden
wahrscheinlich nur sehr eingeschrAEnkt möglich sein. Wirklich
schmerzfrei wird man bei schweren Arhrosen nur mit sogenannten
Opiaten, also zentral wirksamen Mitteln (...) bei den anderen
bleibt ein gewisser Pegel. Aber man sollte die mit solchen Medikamenten
erreichte Schmerzfreiheit nicht dazu nutzen, das Knie schwer zu
belasten. Es kann anschliessend lange dauern, bis die Schmerzen wieder
auf ein ertRäGliches Mass reduziert werden können. Ich habe das gerade
hinter mir - dauerte 3 Monate mit Krücken, , Akupunktur und
täglichem Aqua-Jogging.
Ich habe inzwischen meine 'Bewegungs-EinschrAEnkung' akzeptiert und
versuche damit umzugehen. Man kann gut damit leben. Und irgendwann
ist die 'aktivierte Arthrose' wieder 'inaktiv' - hoffentlich bald - und
dann ist hoffentlich auch Radfahren wieder möglich - in Massen natUErlich
und ohne grosse Belastung.
Ich Wünsche Dir und Deinem Freund Geduld bei der Therapie und der
Umstellung auf gelenkfreundliche Sportarten. Und natUErlich einen guten
Orthopäden - da hatte ich grosses GlUEck - mein Orthopäde hat selbst
Arthrose und interessiert sich für alle möglichen Therapien.

 
  3. Antwort von am 02.09.2003  
 
ich kann das ganz gut verstehen, daß man depressiv wird, wenn man eingeschrAEnkt ist. Es geht ein gewaltiges StUEck Lebensqualität verloren. Mir geht es im Moment ganz AEhnlich. Es ist schon richtig, man muss damit leben, aber es hilft einem nicht, wenn man dauernd hOErt, dann kann man halt manches nicht mehr machen. Man will es aber machen. Ich glaube, ein nicht Betroffener kann einem nicht wirklich helfen. Man muss da selber raus, irgendwann akzeptieren, das man nicht mehr ganz fit ist. Und wissen, was man wirklich will. Ich mache weiter Sport, notfalls eben mit Schmerzmittel. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Und man muss sich einen guten Orthopäden suchen, notfalls mehrere ausprobieren. Ich glaube, akzeptieren kann man diese Krankheit nur, wenn viele sagen, es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten mehr.

D.
 
  2. Antwort von am 01.09.2003  
 
das ist hart, jetzt geht nichts mehr so richtig. Ja, wenn er seit 1999 von der Arthrose weiss, dann hat er immerhin noch 4 Jahre seinen Sport machen können. Wenn es nicht mehr geht, zieht man sich selbst zurück, d.h. man hOErt nach und nach auf, Sport zu machen. Bei mir war es auch so, erst das Joggen, dann das Tennis, dann nicht mehr zum tanzen gegangen. Nun bin ich 40 Jahre alt und habe eine Knie-TEP. Ich kann nur zu einem guten Orthopäden raten, das ist allerdings auch so eine Sache für sich. Ich selbst habe Syplasin gespritzt bekommen, das hilft, je nach Grad der Arthrose den Weitergang dieser zu verzOEgern. Fragt mal den Arzt danach.
Ansonsten viel GlUEck
C.
 
  1. Antwort von am 01.09.2003  
  Dein Freund scheint sich noch nicht auf die Arthrose eingestellt zu haben. Sportarten wie Judo sind halt einfach bei diesem Krankheitsbild Gift und sollten unbedingt gemieden werden. Man kann in gewissem Rahmen die Symptome durch Schmerzmittel unterdrücken - mehr aber auch nicht. Viel wichtiger ist es eben sich auf die verminderte Belastbarkeit einzustellen.


 




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