Neues Hüftgelenk oder weiter Schmerzen?



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  306. Eintrag von am 04.07.2004  
  Neues Hüftgelenk oder weiter Schmerzen?  
  0!

Bin ziemlich neu auf diesem Gebiet der Krankheit. Also zu mir:
Bin 38 Jahre und habe immer sehr viel Sport (Handball, Fussball und Joggen) getrieben. Anfang des Jahres, bin ich endlich mal zum Arzt gegangen, weil ich mich teilweise gar nicht mehr bewegen konnt, z.B. ins Auto einsteigen, Schuhe zubinden.
Die Diagnose, Arthrose im Endstadion, links schon weit fortgeschritten. Also von 100 auf 0 runterfahren, was den Sport betrifft. Nur noch schwimmen und radfahren.
Eine OP rechtes Hüftgelenk wurde mir von drei Ärtzen empfohlen. Zementfrei.
Ich wusste gar nicht was das heisst und habe jetzt mal angefangen mich mit diesem Thema zu befassen.

Leider werden die Schmerzen von Tag zu Tag schlimmer, selbst nachts wache ich auf. Die Beweglichkeit ist erschreckend für mich mit 38. Ein normales gehen ohne humpeln ist so gut wie garnicht mehr möglich.

Doch vor einer OP habe ich grosse Angst und vorallem wurde mir bei den Ärzten gesagt, dass ich durch die zementfreie Hüfte ca. 3 Monate nicht belasten darf. Wer hat solche Erfahrungen schon gemacht?? In Büchern lese ich immer nur das Gleiche. Würde gerne mal einen Austausch mit Erfahrenen bzw. Betroffenen machen.

Um die linke Seite zu schonen, ist mir eine Kur (Radonkur) bewilligt worden. Vielleicht weiss auch darüber jemand etwas.

Würde mich sehr freuen, einige Mails mit Erfahrungsaustausch zu erhalten.

und
A.
 
  5. Antwort von am 08.07.2004  
  E.,
zu deiner Frage 'Warum zementfrei?': Wenn eine McMinn aus welchem Grund auch immer nicht möglich ist, sondern eine Schaftprothese angesagt ist, operiert man bei jüngeren Patienten immer zementfrei, weil das eine eventuell erforderliche Auswechselung der Prothese wesentlich erleichtert. Der Schaft ist aufgeraut und wächst richtig in den Knochen ein, dadurch hält es auch sehr gut, dauert aber halt ein bisschen. Der Zement greift den Knochen an, ist aber sofort fest und belastbar, so dass man bei älteren Menschen lieber so operiert um keine Probleme, die durch langes Liegen entstehen, zu bekommen.

D.
 
  4. Antwort von am 07.07.2004  
  A.,
bin auch 38 Jahre alt und bekomme am 20.Septmber eine Mc Minn oder Druchscheibenprothese, dieses entscheidet sich aber erst bei der OP. Da die Ärzte bei dir auch eine Prothese erdorferlich halten , frage ich mich warum unbedingt eine zementfreie? Gibt es dafür einen bestimmten Grund? Die Beiträge der Anderen hier hat mich in meiner Entscheidung zur OP nur verstärkt. Habe natürlich kann schön bammel, aber die Vorstellung ohne Schmerzen ist schon schön.

Wünsch Dir alles Gute
E.
 
  3. Antwort von am 05.07.2004  
  A.,
nach deiner Beschreibung bist du trotz deiner noch relativ jungen Jahre unbedingt ein Fall für eine OP - ob McMinn möglich ist, musst du mit den Ärzten abklären. Auf jeden Fall bringt es meines Erachtens nach nichts, zu lange zu warten, denn mit jedem Monat der Bewegungseinschränkung und Humpeln wird es schwieriger, nach einer OP wieder in normale Bewegungsmuster zurückzufinden. Natürlich ist die Entscheidung für eine solche Operation schwierig, aber nach deinen Beschwerden zu urteilen, hast du ohne die keine wesentliche Verbesserung mehr zu erwarten.
Zu deiner Frage: Ich habe eine zementfreie TEP, also keine McMinn (wäre wegen ausgeprägter Dysplasie nicht möglich gewesen), und durfte trotzdem gleich belasten. Mir wurde gesagt, die Prothese wäre so genau eingepasst, dass das möglich wäre, aber in den ersten Tagen würde sowieso keiner das ganze Körpergewicht auf das operierte Bein stellen, und so war es auch. Drei Monate sind aber eine sehr lange Zeit - in der Reha (also ca. 4 Wochen nach OP) habe ich ganz gezielt trainert, das Bein wieder alleinzu belasten und das ging dann auch.
Übrigens habe ich deutlich länger gebraucht als manche anderen hier im Forum, bis es mir wieder richtig gut ging: ca. 7 Monate. Ich schiebe das vor allem darauf, dass ich sehr lange Schmerzen, starke Bewegungseinschränkungen und Gehbehinderungen hatte, bis ich mich zu der OP durchgerungen hatte. Inzwischen kann ich wieder ganz locker Schuhe zubinden, Fussnägel schneiden und vieles andere, was vorher schon jahrelang nicht mehr möglich war.
Für deine Entscheidung wünsche ich dir ganz viel Kraft und Mut und viel Glück für eine eventuelle Operation!
D.
 
  2. Antwort von am 05.07.2004  
  A.,

an deiner Stelle würde ich mich auf jeden Fall mit McMinn (Hüftkappenprothese) beschäftigen. Ich bin 45 und habe seit 27.4. eine McMinn Prothese und bin damit sehr zufrieden. Ich durfte sofort 100% belasten und die Schmerzen waren wie weggeblasen. Meine Gehstützen brauche ich seite ca. 2 Wochen nicht mehr. Ich bin nach 8 Wochen wieder arbeiten gegangen. Laut meinem Arzt gibt es nichts, was ich nicht machen darf. In November wird bei mir auch die andere Seite operiert und dann kann ich richtig loslegen.

Hier und im Internet kann man sich sehr gut über die Alternativen informieren, um dann für sich die richtige Entscheidung zu treffen. Ich drücke dir die Daumen...

,
Jill
 
  1. Antwort von am 04.07.2004  
  A.!

Ich habe eine Arthrose im Hüftgelenk links, deswegen informiere ich mich über alle möglichen Seiten im Forum und im Internet, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt die Hüfte durch eine Prothese zu erneuern.
Mit Medikamenten oder Therapien die Schmerzen zu nehmen oder zu verbessern habe ich noch keine wirksamen Möglichkeiten herausgefunden.
Ich werde dennoch erstmal einiges neues ausprobieren, bevor ich zu OP gehe.
Vielleicht kann man so noch einige Jahre mit weniger oder keinem Sport die OP hinauszögern (dafür geziehlte Gymnastik, Physiotherapie), aber ohne sich unnötig zu quälen, sondern einfach nicht zu voreillig zur OP zu gehen - wir sind halt doch noch recht jung.
Auf der anderen Seite gibt es einige verschiedene Möglichkeiten die Hüfte erneuern zu lassen, das heisst es gibt unterschiedliche Modelle auf dem Markt.
Im Internet kannst Du einiges finden:
www.midmedtec.de
www.dr-bertl.at
www.endoprothese.de.vu
www.endoplus.de
sicher gibt es unzähliges mehr!

Vielleicht ist es gut zu wissen was es alles für Möglichkeiten gibt vor der OP, auch wenn man schon einen sehr guten Orthopäden hat.
Vielleicht kommt eine McMinn für Dich in Frage, ich bedenke diese Möglichkeit für mich, wenn es gehen sollte und wünsche Dir viel Erfolg beim Sammeln von wertvollen Infos
B.
 




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Stand : 09.07.2004 14:37:21
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