GdB und Arbeitsunfähigkeit bei beidseitiger Hüftkopfnekrose



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  27. Eintrag von am 03.08.2006 - Anzahl gelesen : 37  
  GdB und Arbeitsunfähigkeit bei beidseitiger Hüftkopfnekrose  
  0Ich habe eine beidseitige Hüftkopfnekrose mit sekundärer Arthrose. Eine OP wäre in meinem Alter (46) noch etwas früh. Wer hat denn Erfahrung mit der Einstufung eines GdB bei diesem Krankheitsbild und wie lange kann man da arbeitsunfähig sein. Ich war jetzt 4 Wochen krankgeschrieben wegen der starken Schmerzen bin nun aber freiwillig wieder in die Arbeit gegangen. Allerdings merke ich nach nur 3 Tagen in der Arbeit dass die Schmerzen nun wieder schlimmer werden. An Frührente ist mit 46 noch lange nicht zu denken aber wie geht es weiter? Wer hat Erfahrungen damit?  
  4. Antwort von am 04.08.2006  
  A.,
auch ich kann dir nur zur OP raten. Wenn die Schmerzen dein ganzes Denken bestimmen, ist der Zeitpunkt zur OP gekommen. Auch ich habe vor 8 Jahren eine TEP li. erhalten (im Alter von 33 Jahren) und fühlte mich seitdem wie neu geboren. Durch angeborene Hüftdysplasie wird mir auch auf der re. Seite eine TEP bevorstehen. Gerade habe ich eine Arthroskopie hinter mir und werde evtl. eine 3-fach Umstellung auf der re. Seite vornehmen lassen müssen, um die TEP so weit wie möglich hinauszuzögern. Aber ich weiss auch, wenn es schmerzbedingt nicht mehr geht, werde ich ohne zu Zögern die TEP-OP machen lassen. Nach der OP, bist du wieder voll einsatzfähig und hast keine Schmerzen mehr. Der GdB wird dann meist auf 20- 30% angesetzt, da du ja dann wieder hergestellt bist. Die Dauer deiner Krankschrengen vor der OP, hängt natürlich auch von deinem Job ab, einen Bürojob kannst du sicher länger ausüben, als einen bei dem du eine grosse körperl. Belastung hast. Also, den Zeitpunkt für die TEP bestimmst nur du. Wenn es deiner Meinung nach mit den Schmerzen nicht mehr geht, dann bitte deinen Orthopäden, dir eine Überweisung in ein KH zu geben, welches in solchen OP's die grösste Erfahrung hat. Ich wünsche dir bis dahin eine schmerzfreie Zeit.
LG E.
 
  3. Antwort von am 04.08.2006  
  A.,

ich kann Dir leider nicht sagen, wie lange Du aufgrund Deiner lichen Probleme krank geschrieben werden kannst. Das ist ganz unterschiedlich - genauso wie das Schmerzempfinden. Ich kann Dir nur - wie die anderen Mitglieder auch - raten, nicht zu lange mit einer TEP-OP zu warten, weil bei einer Hüftkopfnekrose der Knochen langsam absterben kann und dann eine OP immer schwieriger wird.

Ich selbst hatte nach angeborener Dysplasie und daraus resultierender frühzeitiger Arthrose auch beids. Hüftkopfnekrose. Vor meinen beiden Hüft-OPs konnte ich - trotz Schmerzmitteln in Höchstdosierung - nicht mehr gehen, nicht schlafen und habe daher die OPs als 'Erlösung' angesehen. Die Entscheidung zur OP triffst Du ganz alleine. Ich kann nur sagen, dass eine OP m.E. spätestens dann sinnvoll ist, wenn die Schmerzen Dein ganzes Leben un d Denken beeinflussen und Deine Lebensqualität stark eingeschränkt ist. Ich habe mich mit 49 J. operieren lassen und es nie bereut.

Ich wünsche Dir alles Gute
D.
 
  2. Antwort von am 03.08.2006  
  A.,
so wie du das schilderst, ist die Nektose schon recht weit fortgeschritten. Kannst Du nachts noch gut schlafen? Aus eigener Erfahrung weiss ich was du auszuhalten hast, wobei bei mir unfallbedingt 'nur' das rechte Hüftgelenk betroffen war. Gehe bitte zu einem Arzt oder Operateur, der wirklich etwas davon versteht. Meiner Einschätzung nach bleiben Dir nur die TEPs, trotz Deines relativ jungen Alters. Dafür macht das Leben dann aber wieder Spass. Lass bitte vorher noch abklären ob ggf. eine Anbohrung noch ein Therapieansatz wäre... Je nach Stadium geht vielleicht auch noch McMinn - das wäre ein echter Glücksfall für dich. Also nicht zu lange warten!

Ob Du derzeit noch arbeiten kannst, hängt sicher von Deiner Tätigkeit, der Belastung und Deiner persönlichen Konstitution ab. Mit TEPs kannst Du eigentlich alles wieder machen, es sei denn, Du arbeitest körperlich schwer. An das Thema Frührente solltest Du wirklich noch nicht denken. Ich spekuliere mal, dass Du das auch kaum durchkriegen würdest.

Kopf hoch!
C.
 
  1. Antwort von am 03.08.2006  
  A.,
ich kann Dir leider in Sachen Krankschreng nicht weiterhelfen, moechte Dir allerdings mitteilen, dass ich vor ca. 9 Wochen aus dem gleichen Grund ein neues Hueftgelenk bekam. Ich hatte vor etwa 10 Jahren einen Verkehrsunfall und d Spaetfolgen waren dann leider auch Hueftkopfnekrose mit sekundaerer Arthrose.....und ich bin erst 37. Ich konnte zum Schluss keinen Schritt mehr ohne fuerchterliche Schmerzen tun und bin mit einer Kruecke durch die Gegend gehumpelt, konnte nicht mehr gut schlafen und so gut wie nichts mit meinen Kindern unternehmen. Dann kam die OP und ich fuehle mich wie neu geboren! Noch bin ich mit einem Stock unterwegs aber den bin ich ganz sicher auch bald los. Ich weiss, dass ich in 10-20 Jahren wieder unters Messer muss aber das ist mir allemal lieber als jetzt schon eine sehr verringerte Lebensqualitaet hinnehmen zu mu und wer weiss denn schon wie sich die Medizin bis dahin weiter entwickeln wird.

Viele liebe Gruesse,

 




ForumNr : 501-3800-Hüftkopfnekrose - Erfahrungsaustausch : Hüftkopfnekrose - 105
SID : deutsches-arthrose-forum -



Stand : 06.08.2006 13:02:39
MaschinenArthrose : X27Y20060806130239Z27 - V105


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