Beugungsdefizit nach Knie- TEP



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  324. Eintrag von am 10.07.2007 - Anzahl gelesen : 145  
  Beugungsdefizit nach Knie- TEP  
  0, hab da eine Frage: bin 55 Jahre alt und hatte vor 30 Jahren einen Autounfall mit beidseitiger Kniescheibenfraktur. Seitdem hatte ich in beiden Knien eine Beugung von ca. 100 Grad, was mich bei meinen vielen sportlichen Aktivitäten nicht behinderte. Nach Knie TEP links im März hab ich höchstens noch 85 Grad und kann weder Heimtrainer noch mein geliebtes Mountainbike fahren. Schuld sind wohl Vernarbungen meiner 30jährigen Arthrosevorgeschichte. Weiss jemand Rat, was man da noch machen kann?  
  5. Antwort von am 22.07.2007  
  Narkosemobilisation geht maximal bis 5-6 Wochen postoperativ. Und dabei werden auch nur 'mit Gewalt und Durchbewegen' Verklebungen gelöst. Häufig entstehen aber durch diese Aktion weitere 'Schäden' die erneut eine Entzündungsreaktion mit Verklebungen nach sich ziehen können. Ist also auch nicht immer und zu jedem Zeitpunkt das Gelbe vom Ei. Spreche aus Erfahrung.

Wenn du möchtest, gern mehr.


E.
 
  4. Antwort von am 22.07.2007  
 

hatte auch das Problem, dass ich nach der Knie-TEP OP das Knie nicht über 80 beugen konnte. Hatte aber das Glück, dass meine Rehaklinik gleich neben der orthopädischen war. Nach 3 Wochen Reha war kein weiterer Erfolg bezüglich der Beugung zu verzeichnen; trotz Auqatraining, KG, Strom, Massage, Medis, Bewegungsschiene.... Bin dann nochmal zu dem Prof., der das operiert hat (5 Wochen nach OP)... nächsten Tag war ich wieder im Krankenhaus und bekam eine Narkosemobilisierung, danach ein Woche nonstop auf der Bewegungsschiene mit Femoralisschmerzkatheter. Aber trotzdem und hinterher nochmal 2 Wochen Reha , ging die Beugung jeden Tag immer weiter zurück. Habe zusätzlich erheblich Schmerzmedikamente und entzündungshemmende Medikamente bekommen. Aber nichts half so wirklich. Entlassen wurde ich nach insgesamt 8 Wochen Klinikaufenthalt mit einer Beugung von so 85 (nach erheblichem Training).
Konnte kaum eine Treppe richtig runter laufen geschweige denn Fahrrad fahren... und niemand wusste, woran es lag.

Aber heute nach weiterhin intensivem Training mehrmals die Woche kann ich normal Treppen steigen und auch mit wenigen Einschränkungen ganz gut Fahrrad fahren. Bin mit der Beugung so bei 100 und komme im Alltag sehr gut zurecht damit. Gewisse Sachen gehen eben nicht; daran habe ich mich gewöhnt.

Nochmal zur Narkosemobilisierung: die ist auch nicht ohne, da dabei viele Strukturen einfach 'zerissen' werden und durch die nachfolgende 'normale' Entzündungsreaktion erneut Verklebungen entstehen können. Und ausserdem sollte so eine Mobilisation spätestens nach 5-6 Wochen POSTOPERATIV erfolgen, weil sonst die Strukturen schon erheblich verwachsen sind und der Schaden bloss grösser wird. Was anderes ist eine Arthrofibrose, wo mittels ASK meist innere Verwachsungen bzw. Verklebungen gelöst werden. Ist aber ein anderes Problem. Also Vorsicht bei mal eben Narkosemobi.

 
  3. Antwort von am 16.07.2007  
  und danke für Eure Tipps,
in der Reha bin ich auch mit einem Ergometer mit verstellbaren Pedalen gefahren, aber da war meine Beugung fast besser als jetzt. Allerdings schraub ich jetzt meine Kurbeln am Mountainbike ab und geb sie einem Freund mit, der an etwas kürzerer Stelle Gewinde für die Pedale reinschneidet. Wenn alles nichts hilft bleibt vielleicht ja noch die Narkosemobilisierung. .
 
  2. Antwort von am 14.07.2007  
 
ich habe auch am 12.03.2007 eine Knie TEP nach fünfzehn Voroperationen bekommen. Ich hatte auch das Problem mit den alten Narben im Knie. Mein Physiotherapeuth hat die alten Vernarbungen durch Dehnen der Kapsel echt gut beseitigt. Ich habe mir da so einiges abgeschaut und mein Knie auch mehrmals täglich massiert. Zu dem Fahrradfahren könntest Du dir ja mal eine Spezialpedale zulegen ( leihen). Bei mir in der Physiopraxis haben die ein Rad wo man die Pedalen verstellen kann (hatten die in der Rehaklinik auch, da warst Du bestimmt auch am Anfang der Reha drauf) , da bin ich auch mit 70 Grad drauf gefahren und es wurde immer besser. Fahre jetzt schon wieder normal Rad.
Hoffe das ich Dir weiterhelfen konnte, und gib Dir und Deinem neuen Knie zeit.

C. 39
 
  1. Antwort von am 12.07.2007  
  Horemi, habe das gleiche Problem nach der Knie-TEP gehabt.OP war 1.3.07.Die Beugung lag nach der Reha bei 85-90 Grad. Ich hatte auch reichlich Schmerzen bei der Krankengymnastik. Mitte Juni war ich nochmals in der Klinik zur Narkosemobilisirung - es wurde auch ein Femuraliskatheter(gegen die Schmerzen)gelegt.Das Ganze war ein voller Erfolg. Jetzt kann ich auch wieder fahradfahren-Beugung jetzt bei 110-115 Gradund die Schmerzen sind auch so gut wie weg. Natürlich darf man die Krankengymnastik nicht vernachlässigen und regelmässig Heimträner fahren.Jetzt bin ich ganz zufrieden und fahre seit heute auch wieder Auto. Ich hoffe,dass Du Sache in den Griff bekommst und wünsche Dir viel Erfolg. B.  




ForumNr : 501-3800-Kniegelenk-Prothese - Erfahrungsaustausch : Kniegelenk-Prothese - 136
SID : deutsches-arthrose-forum -



Stand : 22.07.2007 19:23:43
MaschinenArthrose : X324Y20070722192343Z324 - V136


Arthrose





-