Labrumläsion - Hüft-Umstellung oder andere Möglichkeit



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  158. Eintrag von am 18.07.2006 - Anzahl gelesen : 70  
  Labrumläsion - Hüft-Umstellung oder andere Möglichkeit  
  0Ich bin eine junge Leistungssportlerin und habe schon seit geraumer Zeit Probleme mit den Hüften, leider. Nach dem Laufen oder längerem Sitzen fällt mir das Gehen schon reichlich schwer. Ich wollte es eigentlich nie so wahr haben dass da was nicht stimmt, aber als es einfach nicht mehr ging bin ich doch zu unserem Vereinsorthopäden gegangen. Der hat mir dann eine Labrumläsion aufgrund einer Fehlstellung diagnostiziert. In der Zwischenzeit lass ich mir fürs Training bzw. für Wettkämpfe Schmerzmittel spritzen doch über kurz oder lang helfe laut Arzt nur eine Umstellung des Gelenkes. Im Moment habe ich leider überhaupt keine Zeit und auch keine Lust auf lange Krankenhausaufenthalte oder Ähnliches. Gibt es auch noch andere Methoden zur Verbesserung bzw. zum Hinauszögern des Unvermeidlichen?

Für Antworten und Tipps wäre ich sehr dankbar.
 
  4. Antwort von am 25.07.2006  
  A.,

ich wurde im Mai wegen einer Labrumläsion in der rechten Hüft operiert. Dabei wurde auch ein Knochenhöcker beseitigt, die Hüftpfanne korrigiert und der Oberschenkelkopf gedreht. Obwohl man viel Zeit braucht bis man wieder voll einsatzbereit ist, bereue ich es nicht, mich für den OP entschieden zu haben. Ich hatte vorher dauernd Schmerzen, kam keine Treppe mehr hoch und war dadurch sehr gereizt. Heute gehe ich zwar noch an Unterarmstützen (die Knochen sind noch nicht ganz zusammengewachsen), bin aber schon sehr mobil und ohne Schmerzen. Es wird jeden Tag besser. Ich kann nur jeden raten, der in der gleichen Situation ist, sich operieren zu lassen - so kann man auch eine TEP rauszögern. Ich freu mich schon darauf wieder Sporttreiben zu können und mein Motorrad endlich aus der Garage holen zu können - daran war 1 Jahr lang nicht zu denken. Wenn Du es weiter vor Dir herschiebst, kann eine Korrektur nicht mehr möglich sein - so wurde es mir auch gesagt. Wie Du Dich auch entscheidest, ich wünsche Dir alles Gute für Dein Sportlerleben.

E.
 
  3. Antwort von am 23.07.2006  
  Naja, die Sichtweise unseres Orthopäden kann ich schon verstehen. Er ist ja im Prinzip nicht dazu da uns zu schonen sondern uns so leistungsfähig wie möglich zu halten. Bei mir ist es auch vor allem eine finanzielle Frage ob ich aufhöre oder nicht. Immerhin kann ich mir mein Studium nur auf diesem Weg leisten.
 
  2. Antwort von am 19.07.2006  
  A.,
bevor Du über ein Hinauszögern einer OP nachdenkst, solltest Du echt überlegen ob Du weiterhin den Leistungssport ausüben willst, der die Hüfte ja offensichtlich schädigt. In jedem Fall, egal ob ohne OP oder mit, ist es bestimmt besser, wenn Du Dir gelenkfreundliche Sportarten aussuchst. Da bleibt noch genug übrig was Dich fordert und was auch Spass macht. Du bist zu jung, dass Du Dir die Hüfte noch schneller kaputt machst und mit Schmerzmitteln den eigentlichen Zustand unterdrückst. Vor einer OP gibt es eine Menge Möglichkeiten diese noch hinauszuzögern aber nicht indem Du Dein Gelenk parallel dazu kaputt trainierst. Viele von uns können aus eigener Erfahrung sagen, dass es weh tut eine geliebte Sportart aufzugeben, aber langfristig gesehen hast Du mehr von einem gesunden Körper,als von einem geschundenen. Dass Dein Vereinsorthopäde offensichtlich andere Inter vertritt, wenn es um Wettkampf etc. geht, liegt auf der Hand.
C.
 
  1. Antwort von am 19.07.2006  
  A., ich würde erstmal eine Hüftarthroskopie machen lassen, um zu sehen wie weit der Schaden fortgeschritten ist. Glaube kaum, dass du durch Spritzen von Schmerzmittel und weiterhin Leistungsport machst deiner Hüfte einen Gefallen tust. Das müsste dein Vereinsorthopäde eigentlich wissen. B.
 




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Stand : 03.08.2006 15:23:08
MaschinenArthrose : X158Y20060803152307Z158 - V105


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