Nach 5 Ärzten keine klare Diagnose - wer hat Ideen für mich



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  31. Eintrag von am 28.01.2006 - Anzahl gelesen : 155  
  Nach 5 Ärzten keine klare Diagnose - wer hat Ideen für mich  
  0 ich habe starke Schmerzen im unteren Rücken seit 4 Monaten, Stechen, Ziehen, wie Kaugummi oder wie eine Entzündung. Sei Arthrose, aber von wo genau konnte der Orthopäde nicht sagen. 3 Wochen Cortison brachten Besserung, danach gings dann von vorne los. Man fand auch einen alten Bandscheibenvorfall im untersten Lendenwirbel, aber der kann angeblich den Schmerz nicht machen. Es ist kein dumpfer Schmerz, mehr hell und strahlt in die Pobacken, meine Haut dort ist ganz heiss, aber nicht gerötet. Morgens gehts mir besser und über den Tag wirds schlimmer, bin aber nicht Beweungseingeschränkt. Fühlt sich an, als sei das Brennen zwischen Knochen und Haut und druckempfindlich ist die Region auch, am Kreuzbein und es zieht ins Steissbein. Kennt jemand solche Schmerzen oder hat einen Tipp? Wenn es eine Muskelentzüdung wäre, wäre dann der Tipp, dass ich mich unbedingt bewegen soll auch noch gegeben? ich habe so Angst dass es nie wieder weggeht, da es sich ja auch nur bei strenger Bettruhe langsam bessert. Borreliose und Nervenmarksentzündung wurde schon ausgeschlossen, eine Knochenentzündung sei es wohl auch nicht. Wer Ideen für mich hat, bitte einfach schreiben, ich freue mich über jeden Tipp, nachdem ich schon bei 5 Ärzten war.  
  11. Antwort von am 04.03.2006  
  A., ich habe 2 alte Bandscheibenvorfälle, div. Arthrosen und einen staendigen Schmerz in der Höhe des Steissbeins, der sich über Nacht gibt, d.h., dass ich morgens beschwerdefrei bin. Sofern ich mich nicht hinsetze hält diese sogar einige Zeit an und ich kann anschl. auch relativ gut gehen. Aber sobald ich mich hinsetzte, habe ich einen ständigen stechenden Schmerz die über die Po Backen in die Oberschenkel zieht. Es wurden alle möglichen Untersuchungen durchgeführt, es wurde sogar vermutet, dass ich mir bei einem Sturz das Steissbein gebrochen hättet. Dann hat ein MRI (sicherlich das gleiche wie ein MRT) ergeben, dass ich dort eine Tarlov Zyste habe. Aber mein Arzt konnte mir nicht sagen, was das sei. Er hat mich hier zu einem Schmerztherapeuten geschickt, der aber nur 2 Möglichkeiten sah, Cortisonspritzen oder hochdosierte Schmerzmittel, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Ich muss leider diese Medikamente nehmen, da ich jahrelang Cortison gespritzt bekam und als Folge ca. 50 Pfund zugenommen habe. Ich bin dann einfach selbst mal mit diesem Begriff ins Internet gegangen und habe dort sehr gute Informationen gefunden. Eine Tarlov Zyste oder auch Perineural Zyste ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Sack, der sich im Kreuzbein (S1-S2), am Ende der Wirbelsäule befindet, und sich wie ein Spinnennetz über wichtige Nachbarnervenwurzeln ausbreitet.. Folgen dieser Zyste können erhebliche Rückenschmerzen und Ischiasbeschwerden sein, die durch die Entzündung des Ischiasnervs mit brennen, kribbeln, Taubheit, stechen oder sich wie ein elektrischer Schlag anfühlt, im unteren Teil der Wirbelsäule, Po, Oberschenkel und runter ins Bein bis unter das Knie gehen. Manchmal sogar soweit, dass eine Schwäche in den Beinen oder Füssen besteht Sitzen kann ich nur mit einem Keilkissen, wo an der Stelle, wo sich das Steissbein befindet, ein Loch ist (und das ist noch sehr schmerzvoll).
 
  10. Antwort von am 01.03.2006  
  ihr Lieben. Ich war jetzt 3 Wochen auf Reha, hat nichts geholfen. Mein Hausarzt schickt mich jetzt gerade durch einen Haufen Untersuchungen, Galle, Pankreas, Kopf CT, DarmCt usw. Aber der Tipp von Aaron, den werde ich am freitag meinem Hausarzt nochmal geben. Aaron, wenn DU das liest, warst DU danach Beschwerdefrei? Wann hast Du die erste Besserung bemerkt, hast Du während der Therapie auch Physiotherapie (MTT) gemacht, oder warst Du ruhiggestellt? Wie hat der Arzt die Diagnose gestellt? Gibts da Tests oder ist das reines Wissen des Arztes? Vielen Dank an alle für die Posts, wollen doch mal sehen ob wir nicht gesund werden !
 
  9. Antwort von am 28.02.2006  
  A.,
ich hatte einen ähnlichen Schmerz wie Du ihn beschreibst. Bei mir hat man festgestellt, dass die Bänderansatzstellen am Kreuzbein gelockert waren. Ich habe eine sogenannte Proliferationstherapie (Spritzen mit Glucose u. Schmerzmittel) erhalten. Dafür musste ich 3 Wochen in einer Klinik für Manuelle Therapie behandelt werden.
Frag Deinen Arzt mal nach dieser Möglichkeit.
Gute Besserung wünscht Aaron
 
  8. Antwort von am 16.02.2006  
  A., ich bin in einer ähnlichen Lage wie Du - fast die gleichen Symptome und keine klaren Befunde. Meine Blutwerte lassen keinen Rheumafaktor erkennen und die Kernspinto zeigt lediglich eine schwere Entzündung im Kreuzbein an, aber woher die Entzündung kommt kann mir der Arzt auch nicht sagen. Ab nächster Woche erhalte ich eine Tens-Therapie und eine Infiltration in das betroffene Gelenk (beim Radiologen). Medikamentös nehme ich regelmässig und . Ob Dir das weiterhilft oder ob du das alles schon kennst - berichte doch von Deinen Erfahrungen. Alles Gute wünscht Dir I. 51
 
  7. Antwort von am 30.01.2006  
  nein Fibromyalgie wurde nicht getestet, aber ein Haufen Rheumawerte...
meine Osteopathin sagt eheute nach dem Schmerzbild tippt sie auf eine Entzündung der Sehnen/Bänder im Gesässbereich und sagte mässige Bewegung und sanftes SChwimmen sei gut, reha sei eigtnlich zu früh, aber wenn man sie schonmal bekommen hat, dann sollte man sie annehmen.
Das werde ich heute nochmal von einem Orthopäden checken lassen, ob es das sein könnte und hoffe einfach sehr, dass ich nach 4 Monaten endlich die richtige Behandlung bekomme.
Aber es fühlt sich eben auch nach Entzündung an, insofern klingt es für mich plausibel und mit sanfter Therapie und ohne Zeitdruck wegen Arbeitengehen sollte es vielleicht auch klappen und wenn nicht, na dann suchen wir halt weiter (heul)
Vielen Dank für eure Mitteilungen, freue mich sehr darüber.

A.
 
  6. Antwort von am 30.01.2006  
  A.,

Ich habe mir deinen Bericht genau durchgelesen,ich möchte Dich nicht verunsichern und noch eins oben drauf geben, aber es soll und hat auch schon Fälle gegeben, wo die Hüften Schädigungen haben, nur man nicht darauf kommt, weil sich alles am Rücken abspielt, sprich die Schmerzen die Du hast. Die Statik des Körpers verändert sich, ein Schmerz kann sich verlagern,und ganz woanders auftreten.
Ich hoffe und wünsche Dir sehr das Du bald die Ursache findest. Noch etwas, wurdest Du schon auf Fibromalgy untersucht?

Alles Liebe für Dich vom

G.
 
  5. Antwort von am 30.01.2006  
  A., ich drücke dir die Daumen, dass die Reha dir hilft und sie herausfinden was Du wirklich hast. Ich kann verstehen, dass dieser Zustand dich psychisch fertig macht, aber deswegen solltest du keine Schmerzmittel nehmen, da du dadurch in Gefahr einer Schmerzmittelabhängigkeit gerätst! Erhol dich gut und alles gute für dich wünscht dir F..
 
  4. Antwort von am 29.01.2006  
  C.! Ja also die diagnostischen Mittel sind soweit ausgeschöpft, CT, MRT und Röntgen. Ich hatte leichten Bandscheibenvorfall in 09/05. Danach KG und nach ca. 3 Wochen in übertrieben gerade Haltung bekam ich wieder Schmerzen aber eben nicht an der Bandscheibe sondern viel tiefer im ISG. Orthopäde sagte Entzündung und Arthrose, dann Cortison. Nach Absetzten des Cortisons massive Entzugserscheinungen, also Wiederaufnahme und dann langsam ausschleichen. Nachdem das beendet war, bin ich wiedermal viel spaziert und habe meine Übungen gemacht. Nach 3 Wochen kamen die Schmerzen wieder, erst nur ganz leicht und wurden dann von Tag zu Tag schlimmer bis ich ins Krankenhaus bin. Dort wurde dann Borreliose, Arthrose, ISG Entzündung und Rheuma ausgeschlossen, der CRP war aber erhöht, sie wissen nicht warum. Mittlerweile denke ich, es könnte eine Sehnenentzündung sein, da es auch druckempfindlich ist, aber nicht bewegeungseinschränkend, aber sowas kann man ja auch nicht recht feststellen. Nehme Iboprofen gegen Entzündung und ansonsten viel sChmerzmittel, weil ich schon psychisch ziemlich am Ende bin. Naja jetzt gehts in die Reha und das schadet bei Sehenenetzündung ja auch nicht, aber ausser durch Ruhigstellen oder Cortison ergibt sich eben keine Besserung! Dir fürs 'Zulesen'


 
  3. Antwort von am 29.01.2006  
  B., für den Tipp,

ab 2.2.06 bin ich in stationärer Reha und hoffe sehr, dass das nicht das Falsche ist.
Da wir nicht wissen ob es eine Muskeln- oder Nervenentzündung ist oder von der Bandscheibe doch kommt sind die Chancen 50/50, dass mir das hilft.
Wenn nicht, wie ich befürchte, da Bewegung den Schmerz deutlich verschlimmert und ausbreitet, dann werde ich mich in so einem Schmerzzentrum vorstellen, da muss man zwar sicher irre lange warten auf einen Termin...
(ich habe immernoch so Angst, dass es nicht mehr weggeht, weil keiner weiss was es ist...)
EINE FRAGE AN ALLE:
Ein gefühlsmässig entzündlicher Schmerz , hell stechen und ziepend, kennt das jemand vom Bandscheibenvorfall?
Oder kann eine minimale ISG_Blockade, die ich angeblich habe, so fiese Schmerzen machen?

Viele liebe Gruesse ins Forum.
Nadine


 
  2. Antwort von am 29.01.2006  
  A.!
Ist denn mal ein MRT (Kernspintomogramm) von deiner LWS gemacht worden.Das wäre sicherlich bei deinen Beschwerden sinnvoll. Mir schein es etwas merkwürdig, dass dein Orthopäde nicht sagen kann, wo die 'Arthrose' sich befindet.Das ist ja auf den normalen Röntgenbefunden schon sichtbar.Wichtig wäre auch, ob zum Beispiel der Zwischenwirbelkanal eingeengt ist. Das macht auch diese ziehenden Schmerzen,die Du beschreibst. Ausserdem solltest Du daran denken, dass leider auch die häufigen Cortisonspritzen manchmal ihre Spuren hinterlassen.Jede Spritze bedeutet ein Infektionsrisiko.
Neben einer gründlichen,fachlich kompetenten Abklärung solltest -vielleicht auch unter Hilfe eines entzündungshemmenden Medikamentes (um die Schmerzgrenze zu überwinden) tägliche krankengymnastische Übungen machen,regelmässig Rückenschwimmen-kraulen,Wassergymnastik(am wenigsten belastend für die Gelenke) und vielleicht auch mal ganz vorsichtiges Krafttraining(unter Anleitung) machen.Leider besteht immer das Problem, dass man sich wegen der Schmerzen häufig zu wenig bewegt und das ist genau verkehrt!
Wenn du eine massive Entzündung im LWS-Bereich hättest, gäbe es auch Entzündungsparameter im Blut nachzuweisen.
Vielleicht schreibst Du mir bei Gelegenheit mal, wie sich das Ganze bei Dir entwickelt hat.
Ich hatte vor Jahren einen schweren Bandscheibenvorfall,der dann auch operiert werden musste und es hat lange gedauert und nur mit konequenten Übungen, bis ich beschwerdefrei wurde und es -Gott sei Dank-bis heute nahezu geblieben bin,aber ich habe echt viel dafür tun müssen...
Ich wünsche dir ganz gute Besserung und von C.
 
  1. Antwort von am 28.01.2006  
  A.,

aus meiner Erfahrung würde ich Dir raten, Dich bei einem Wirbelsäulenzentrum vorzustellen und dort eine stationäre Schmerztherapie zu machen.
Hier bist Du bestimmt in guten Händen und es kann genau abgeklärt werden, wo Deine Schmerzen herkommen.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg

es grüsst Dich B.
 




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Stand : 04.03.2006 12:51:20
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