McMinn und Impingement



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  1045. Eintrag von am 09.08.2009 - Anzahl gelesen : 137  
  McMinn und Impingement  
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Bin 45 Jahe alt und habe vor rund 1,5 Jahren eine McMinn-Prothese wg. Hüftdysplasie verpasst bekommen. Seit einem 3/4 Jahr habe ich ziemliche Schmerzen und immer noch starke Bewegungseinschränkungen (viel mehr als 90-Grad geht nicht). Die Doktoren (Operateur und 2. Meinung) sagen, dass es sich um ein Impingement-Syndrom handelt. Heisst: Oberschenkelhals schlägt an Pfanne und klemmt Weichteile ein. Die Folge: Schwellungen, Entzündungen und Schmerzen. Folge der Folge: Die McMinn muss wieder raus und eine normale Schaftprothese rein.
Gibt's jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und einen Wechsel hinter sich hat oder diesem erfolgreich getrotzt hat? Ist das anatomisch bedingtes Schicksal oder eher ein nicht so geglückter OP-Verlauf?


 
  3. Antwort von am 04.09.2009  
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Aus meiner Visitenkarte kannst Du entnehmen, dass ich das gleiche Problem hatte. Meine McMinn wurde ein Jahr nach Implantation revidiert, hat aber nichts genützt. Nur eine OP mehr und Knochenmaterial verschwendet. Wieder ein Jahr darauf wurde sie durch eine konv. TEP ersetzt.

D.
 
  2. Antwort von am 03.09.2009  
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vielen Dank für deine Infos. Das mit den Osteophyten klingt plausibel. Hat mir geholfen und mich darin bestärkt, nochmal unters Messer zu gehen, obwohl ich meinen Schenkelhals gerne noch ein paar Jahre behalten hätte. Ich hab jetzt einen OP-Termin bei dem Operateur, der mir die McMinn reingebastelt hat . Der wird auch noch seinen Chefarzt mitbringen. Ich hoffe, dass das danach dann alles funktioniert und die Pfanne erhalten bleiben kann.

Wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du deine Kappe behalten kannst.

 
  1. Antwort von am 11.08.2009  
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habe seit Juli 2006 einen Oberflächenersatz und auch ähnliche Probleme. Bei mir hat ebenso der Schenkelhals am (knöchernen) Pfannenrand angeschlagen bei 70 Grad. Die Revisions-OP war dann im Dez 05. Es wurde lediglich die Pfanne ersetzt und dabei so gedreht, dass kein Kontakt mehr zum Schenkelhals bis 100 Grad besteht. Auch musste dabei der knöcherne Pfannenrand etwas abgetragen werden (Osteophyten). Die Röntgenbilder sahen aber bereits nach der ersten OP super aus!
Ich wollte aber nach Möglichkeit die McMinn behalten, auf Grund meines Alters.
Leider habe ich weiter sehr starke Schmerzen. Ursache mit bildgebenden Verfahren aber nicht feststellbar.
Habe dazu auch mehrere Meinungen 'damit leben', 'Komplettaustausch auf eine Modularschaft-Prothese' oder auch 'sieht doch gut aus, Schmerzen können nicht mehr sein'.

Das Anschlagen des Schenkelhalses an der Pfanne muss nicht unbedingt ein Operationsfehler sein. Bei einer solchen OP wird der Knochen sehr belastet und es können sich Osteophyten bilden. Das sind Knochenwülste, -vorsprünge die der Körper als Reaktion einfach bilden kann. Wenn man zum Beispiel einen Knochenbruch hat so bildet sich beim Zusammenwachsen auch etwas mehr Knochenmasse (Kallus genannt).
Beim Operflächenerstz bleibt ja der Schenkelhals bestehen und der ist um einiges dicker als der Stiel bei einer Schaftprothese. Deshalb schlägt die Standard-TEP auch nicht an.

Um eine neue OP wirst Du nicht rumkommen. Die jetzige Pfanne könnte aber evt. bleiben wenn es eine Modularschaftmodulprothese mit metallernem Grosskopf geben soll. Die Standardprothesen haben sonst kleinere Köpfe und die Gleitpaarung basiert nicht auf Metall; da muss auch die Pfanne - also alles ersetzt werden.

Lass nur einem erfahrenen Operateur an Dich ran!
Solltest Du noch Fragen haben, kontaktier mich bitte über die Infobox.

Ich wünsche Dir alles Gute!!!!!


 




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Stand : 05.09.2009 06:59:52
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