Umstellungs-OP bei geradem Bein ?!



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  313. Eintrag von am 18.10.2008 - Anzahl gelesen : 117  
  Umstellungs-OP bei geradem Bein ?!  
  0 , ich bin 44 Jahre alt, mit schon erheblichen Knorpelschäden im rechten Kniegelenk, der Meniskus ist zerfasert (laut letztem MRT April 08). Schon früher wurden bei mir jeweils links und rechts eine Arthroskopie mit Knorpelglättung und rechts mit einer Meniskusteilentfernung durchgeführt (96 und 98). Nun sollte nach meiner behandelnden Orthopädin eine erneute Athroskopie durchgeführt werden, sollte mir für die Dauer von 5-10 Jahren relative Ruhe bringen. Nach Vorstellung in der hiesigen sagte der OA, bei mir soll lieber eine Umstellungsosteotomie durchgeführt werden. Das Bein wurde vermessen, und es ist gerade, heisst es soll eine künstliche Fehlstellung (X) erzeugt werden. Ich war echt schockiert. Ich frage mich jetzt, was das für mich bedeuten kann. Wie geht denn der Aussenmeniskus mit der Mehrbelastung um, wie ergeht es meinem Hüftgelenk und dem Sprunggelenk, welche ja von der Fehlstellung mit betroffen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass ich mich beruflich verändern wollte zum 01.12. nach nun mehreren Jahren Arbeit in der Ferne die Aussicht auf ein Job zu Hause bei meiner Familie. Das könnte ich dann wohl nicht wahrnehmen. Stellt sich auch die Frage, wieviel Zeit bleibt mir noch, wenn ich 'nur' eine Athroskopie machen lasse. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, bzw., vor der gleichen Entscheidung gestanden ? Momentan bin ich einfach ein wenig durch den Wind . Ole  
  2. Antwort von am 09.01.2009  
  Servus Ole!

Auch ich bin gerade mal 40 Jahre alt und hab bei meinem re Knie, die Umstellungsoperation machen lassen (aus fast den selben Gründen wie bei dir). Das war im Juni 2008. Bis jetzt bin ich noch nicht ganz überzeugt davon, ob es wirklich besser werden wird - solange die Metallplatte noch nicht entfernt ist, könne es normal sein , dass ich immer noch Schmerzen im Knie und am Schienbein habe. Auch das Stiegengehen ist noch immer eine Tortur.
Im Juni 2009 werde ich dann wissen, ob die Schmerzen wirklich 'nur' von der Platte her kommen.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es nur noch besser werden kann.
Übrigens: Rein optisch ist es für Laien kaum zu sehen, dass aus dem ehemals geraden Bein ein X-Bein geworden ist.

Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst.
Alles Gute
 
  1. Antwort von am 22.10.2008  
  Ole!
Ich lese gerade Deine Anfrage.
Ich habe vor 6 Jahren eine Knieumstellung machen lassen, nach 2 Arthrokopien an dem Knie bei einem Knorpelschaden Grad IV und Innenmeniskusteilentfernungen.
Ich habe das bislang nicht bereut.
Normalerweise macht man eine UmstellungsOP eher als Achsenkorrektur um einen geschädigten Bereich zu entlasten. Wenn bei Dir nur der Innenbereich geschädigt ist, macht die Umstellung zum leichten X-Bein schon Sinn.
Meinem Aussenmeniskus hat es bislang nicht geschadet.
Meinen anderen Gelenken-Hüfte-Wirbelsäule-hat die Umstellung eher gut getan, allerdings braucht es eine Zeit bis die Statik sich darauf einstellt.
Und die Reconvaleszenzzeit dauert lange. Gerade, wenn Du Dich beruflich verändern willst, muss alles gut überlegt sein. Manchmal kann man sich mit einer Arthroskopie noch eine Zeit über wasser halten, aber es funktioniert nicht ewig..
Vielleicht schreibst Du mir bei Gelegenheit mal, wie Du Dich entschieden hast.
Bis dahin alles GUte und viel Glück bei der richtigen Entscheidung!
B.
 




ForumNr : 501-3800-Umstellungsosteotomie - Knie - Erfahrungsaustausch : Umstellungsosteotomie - Knie - 152
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Stand : 10.01.2009 05:13:07
MaschinenArthrose : X313Y20090110051307Z313 - V152


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