Hüftkopfnekrose Grad 4+Grad 2- Expertenberuteilung erhalten



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  62. Eintrag von am 16.05.2012 - Anzahl gelesen : 89  
  Hüftkopfnekrose Grad 4+Grad 2- Expertenberuteilung erhalten  
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ich habe mir hier neulich die Meinung anderer Betroffener eingeholt. Nun hatte ich einen Termin beim Facharzt im um. Als ich reinkam und mich setze war seine erste Reaktion: Wirklich Grad 4? - Er konnte es wohl nicht glauben, weil ich relativ unbeschwert laufe... Denoch sein Blick auf das MRT hat es bestätigt. Kopf ist stark geschädigt, ein weiteres Röntgen hat gezeigt, dass auch die Pfanne schon teilweise angegriffen ist. Seine Diagnose: Dem Röntgen nach könnten wir Sie sofort hierbehalten und operieren, aber als Patient tragen Sie zum grossen Teil die Entscheidung. Wenn es Ihnen noch gut geht, warten Sie noch, eine Prothese ist immer eine Prothese und nie das eigene Gelenk.
Sorgen machte ihm (als Operateur) der beginnende Schaden an der Hüftpfanne, den man im Auge behalten sollte.
Mein Fazit: ich werde noch warten, und hoffen, dass es sich langsam weiterentwickelt. Wie der Arzt sagte, wenn ich irgendwann bevorzugt an der Bordsteinkante laufe, weil ein Bein soviel kürzer ist, geht es weiter... Oder wenn der Schmerz nicht mehr zu ertragen ist. Bleibt zu hoffen, dass das lange dauert... wobei mein Gefühl mir sagt, dass es nicht so sein wird.
Links Grad 2 übrigens noch sehr begrenzt, könnte man anbohren, aber 1) fraglich, ob man so genau treffen kann und2) nicht mit rechts Grad vier, da diese Seite die Belastung nach der Anbohrung nicht aufnehmen könnte. Kann durch Überbelastung entstanden sein....
LG Katja
 
  3. Antwort von am 29.11.2012  
  Katja,

schön zu hören, dass es dir im Moment gut geht.
Auch bei mir gab es Tage (vor der OP), da dachte ich es geht schon wieder- alles wird gut. Aber leider blieb' das nicht so.

Im Grossen und Ganzen ist bei mir alles sehr schnell gegangen- vom ersten Schmerz bis zur OP.
Anfang 2010 hab' ich bei bestimmten Bewegungen das erste Zwicken gespürt, an Hüfte gar nicht gedacht.
Nach einem halben Jahr musste ich dann nach längerem Sitzen erstmal 'durchbewegen' um einigermassen laufen zu können.
Ich würde sagen, ab Mitte 2011 hat dann mein Gangbild schon deutlich verraten was los ist.
Anfang diesen Jahres habe ich dann Schmerzmittel genommen, um mir 'die Arbeit zu versüssen'.
Ich bin immer noch nicht zum Arzt gegangen- heute glaube ich nicht einmal,dass das ein Fehler war. Hab' mir sicher viel 'herumtherapieren' erspart.
Ende April ging dann nichts mehr- konnte nicht mehr auftreten, eingeknickt.
Orthopäde-Röntgenaufnahme: Ihre Hüfte ist zerstört.
DAS wollte ich dann doch nicht glauben. Hab' mich in die nächste Klinik überweisen lassen (wo auch sehr viele Hüft-Teps gemacht werden).
Dort bekam ich die gleiche Aussage: Sie kommen um eine OP nicht herum. Die Klinik hat insgesamt keinen guten Eindruck auf mich gemacht, das hat der untersuchende Arzt gespürt und mir geraten, eine weitere Meinung einzuholen.
(Hut ab kann ich da nur sagen).

Neuer Termin im Lukaskrankenhaus in Bünde, Anfang Mai.
Gleiche Aussage vom untersuchenden Oberarzt, nachdem er ca. 4x mit meinem Alter gehadert hatte- Sie sind noch zu jung- kam kurzerhand der Chef der Orthopädie dazu und hat alles nochmals bestätigt: Kurzfristige OP sei nötig, mit Schmerzmitteln evtl. noch 1/2 Jahr zu verzögern.
Da ich die letzten 3 Mon. kaum noch vernünftig gehen konnte, hab' ich mich noch am gleichen Tag für die OP entschieden.
Bin nach Hause gefahren und hab' mir telefonisch einen Termin geholt.
Mein Glück: Für den 15. Mai hatte jemand abgesagt.
Von meinem 1. Arztbesuch bis zur OP sind nicht mal 3 Wochen vergangen.
Und auch diese ist gut verlaufen, bin nach 8 Tagen entlassen worden, habe eine ambulante Reha(4 Wochen) gemacht und genau nach 3 Monaten wieder angefangen zu arbeiten( Einzelhandel).
Ich bin zwar immer noch nicht beschwerdefrei- Muskulatur macht noch Schwierigkeiten- aber ich kann nur sagen: Ich für mich hab' alles richtig gemacht.
Ich würde wirklich nicht 1/2 Jahr oder länger mit Schmerzmitteln herumlaufen.
Der Mai war genau der richtige Monat-keine Strümpfe, keine Jacke bzw. Mantel (und dann mit Gehhilfen).
Auch mir hat es davor gegraust nicht zu wissen, wann kannst du dir wieder die Schuhe binden, selbst autofahren...

Aber es ging wirklich alles sehr schnell, nach 4 Wochen das erste Mal gefahren.
Du bist ja noch einige Jahre jünger als ich- also warum solltest du nicht auch schnell wieder auf die Beine kommen.

Je länger man wartet, um so mehr verkürzen sich die Muskel durch den schiefen Gang, andere Gelenke werden falsch belastet und evtl. in Mitleidenschaft gezogen.
Und wenn sogar die Pfanne schon angegriffen ist...
Für mich war auch wichtig, eine Kurzschaft-Tep zu bekommen- das erleichtert natürlich eine evtl. Wechsel-OP sehr.
Jetzt hab' ich ziemlich ausführlich geschrieben- aber hoffentlich hilft dir das ein bisschen weiter.
Ich kann nur noch einmal sagen (für mich): Alles richtig gemacht!
Wenn du noch Fragen hast, meld' dich ruhig wieder.

Alles Gute für dich




 
  2. Antwort von am 29.11.2012  
  ,
danke für deine Nachricht. Wie geht es mir? zur Zeit vergleichsweise gut, wenn ich all' die Dinge meide, die mir sicher Schmerzen bereiten. Lange stehen, viel laufen, schwer heben, ... Es ist - zumindest zur Zeit - so gut, dass ich eine Operation noch nicht machen lassen will. Ich habe keine Ruheschmerzen, was auch schon anders war. Andererseits graut es mir vor dem Winter. Auf einmal kann ich alte Leute verstehen, die sagen sie haben Angst zu fallen. Und der erste massive Schmerz und die folgende Diagnose habe mich im ausgehenden letzten Winter ereilt. Das lässt ich ein wenig fürchten, das es mit der Kälte wieder schlimmer wird.
Alles in allem schlage ich mich wohl tapfer, weiss aber auch, dass die TEP-OP früher oder später kommt - und das das im kommenden Jahr ist, ist wohl wahrscheinlich.
Hast Du denn deine OP gut überstanden, und wie geht es Dir danach? (Und wie davor?) Wie lange hast Du gebraucht, um wieder auch die Beine zu kommen nach der OP? Und sagst Du wie so manchen hier, dass Du es schon eher hättest operieren lassen sollen?
,
Katja
 
  1. Antwort von am 28.11.2012  
  Katja,

wo stehst du heute, wie ist es bei dir weitergegangen?
Wie geht's dir?

Hatte selbst eine Hüftkopfnekrose und im Mai 2012 eine Tep-OP.

Würde mich freuen, wenn du dich bei mir meldest.


 




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Stand : 30.11.2012 05:27:54
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