Osteochondrosis dissecans in beiden Knien bei meinem 10jährigen Sohn



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  123. Eintrag von am 14.03.2012 - Anzahl gelesen : 148  
  Osteochondrosis dissecans in beiden Knien bei meinem 10jährigen Sohn  
  0 ich bin neu hier im Forum.
Mein Sohn hat seit einem Jahr Osteochondrosis dissecans in beiden Kniegelenken (lt.MRT Stadium I-II).
Mittlerweile sind wir ziemlich verzweifelt.
Trotz 10monatiger Schonung (kein Sport, kein toben etc.) zeigte sich im letzten MRT vor zwei Monaten keinerlei Verbesserung. Er hat so gut wie keine Beschwerden mehr, seitdem er schont und neuerdings auch unter Belastung nur wenig.
Er hat für sein Leben gerne Fussball gespielt und ist auch sehr bewegungsfreudig und sportlich. Dieser Verzicht auf Sport und viel Bewegung macht ihm sehr zu schaffen, auch sein Sozialleben leidet, da er mit seinen Freunden überwiegend Fussball gespielt hat.
Jetzt haben wir vor 6 Wochen angefangen, ihn wieder etwas Sport treiben zu lassen (Schulsport und gelegentlich Fussball).
Ein Arzt hat das 'abgenickt', ein anderer findet dies grundfalsch.
Beschwerden hat er eigentlich so gut wie nie.
Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten?
Kann mir irgendjemand Mut machen, ob die OD auch nach einem Jahr noch ausheilen kann. Hat noch jemand Tipps zu Therapien? Ausser Schonung und Vitamin D-Gabe wurde uns nichts empfohlen.
Vielen Dank
A.

 
  7. Antwort von am 12.12.2012  
  an Alle,

nach langer Pause (es gab auch nicht wirklich etwas Neues) möchte ich jetzt mal eine Art Update schreiben, damit mein Beitrag nicht auf dem Punkt der maximalen Verzweiflung endet und den Rat suchenden Leser mit der Frage zurücklässt, ob es demjenigen so schlecht geht, dass er nicht mehr schreiben kann und will oder ob das Problem mittlerweile so gebessert ist, dass derjenige schlicht nicht mehr daran denkt.

Als ich zuletzt berichtete, hatten wir angefangen, unseren Sohn wieder etwas Sport treiben zu lassen. Wegen völliger Beschwerdefreiheit hat er dann mehr und mehr Sport getrieben und das MRT im Oktober (6 Monate nach dem letzten MRT) zeigte tatsächlich eine leichte, aber eindeutige Verbesserung.
Deshalb haben wir also beschlossen, dass er so weitermachen darf und wir frühestens in 6 Monaten eine erneute Kontrolle durchführen lassen, jedenfalls wenn keine Beschwerden o.ä. auftreten.
Im Moment sind wird guten Mutes, denn solange die OD -auch unter Belastung- langsam ausheilt, ist ja alles in Ordnung. Einer der beiden behandelnden Kinderorthopäden bestätigte uns in unserem Vorgehen und den anderen haben wir nicht mehr aufgesucht...

von A.
 
  6. Antwort von am 27.06.2012  
  .
Haben die Anbohrung in durchführen lassen. Das letzte
MRT hat schon deutlich besser ausgesehen. Mit Glück darf er im
September wieder ein wenig Sport treiben. Ach so, die OD wurde
diagnostiziert als er 9 war. Leider sind wir um die OP nicht herum
gekommen. Allerding ist in unserem Sportverein ein Junge, bei dem
die OD im Sprunggelenk mit 14 diagnostiziert wurde. Er durfte jetzt
nach gut einem Jahr Pause wieder mit Fussball anfangen. Auch er
ist nach nem Ärztemaraton in bei Prof. Meenen gelandet.
Kann ich sehr empfehlen.
LG
PS. Wie geht es bei euch voran?
 
  5. Antwort von am 27.03.2012  
  an Euch alle!

Vielen Dank für eure Antworten.
O.D. im frühen Stadium ist ja tatsächlich, solange der Knorpel intakt ist, noch keine Arthrose. Deshalb finde ich die Entscheidung, ob Sport oder kein Sport und wenn ja wieviel, auch so schwer.
Natürlich ist da immer die Hoffnung, das Ganze könne ausheilen, wenn er sich nur genug schont.
Andererseits auch die Befürchtung, die ganze Schonerei mit allem was dazu gehört (schlechtere Schulleistungen wegen vermehrter Unausgeglichenheit, eingeschränktes Sozialleben, Muskelabbau, Verlust der Kondition, verminderte Lebensfreude etc.) bringe evtl. gar nichts oder die O.D. heile vielleicht trotz mässiger Bewegung.
Deswegen bin ich auch auf der Suche nach Erfahrungen, um dies besser einschätzen zu können.
Ich habe noch einige Fragen an Dich, :
Wie alt ist denn dein Sohn? Es heisst ja immer, dass die O.D. bis ca. 14 Jahre gut ausheile, wobei das Sprunggelenk ja etwas schwieriger sein soll, als das Knie. Bei deinem Sohn hat die Schonerei also auch nicht den Durchbruch gebracht.
Ihr habt -so lese ich zwischen den Zeilen- auch noch keine befriedigende 'Ersatzbeschäftigung' gefunden, die dieses grosse Loch, das der Sport gelassen hat, füllen könnnte, oder?!
Wo habt ihr die Anbohrung machen lassen und wart ihr da zufrieden?
Ich wünsche euch ein ermutigendes Ergebnis beim nächsten MRT.
A.
 
  4. Antwort von am 27.03.2012  
 
Mein Sohn hat die OD im Sprunggelenk. Nach langer Sportpause -
über 1 Jahr - wurde nun eine Knochenanbohrung durchgeführt. Die
Ergebnisse bekommen wir erst im April.
Zu sagen, dass Sport für Kinder nicht wichtig sei, ist absoluter
Blödsinn. Auch bei meinem Sohn leidet die Psyche ganz enorm. Er
ist unausgeglichen und unzufrieden. Alle seine Freunde spielen und
toben und Dr darf zusehen. Da hilft auch kein schwimmen.
 
  3. Antwort von am 24.03.2012  
  Die o.d. ist noch keine Arthrose. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie dazu führt, nimmt aber mit der Sportintensität zu. Warum kann man nicht einige wenige Jahre in der frühen Jugend zuwarten, um dann auch von 20 bis 30, von 30 bis 40, von 40 bis 50, von 50 bis 60 noch einigermassen schmerzfrei den Alltag und die Freizeit gestalten zu können? Wir haben hier genug Beiträge mit dem Fazit 'Jugendsport ist Mord' gelesen. Sportfähigkeit ist wichtiger in gesetzterem Alter, wann der Körper zur Behäbigkeit neigt.  
  2. Antwort von am 23.03.2012  
 
dazu kann ich nur sagen, dass Sport in Massen in Ordnung ist. Ich hab die gleiche Erkrankung (31) seit mehren Jahren und mache immer Sport, und zwar alles von Kampfsport bist Joggen. zu 90% ohne Beschwerden.

Klar, hin und wieder hab ich Schmerzen und für den erhöhten Verschleiss ist das sicher auch nicht förderlich aber ohne Bewegung vor allem als Kind büsst man enorm viel Lebensqualität ein.

die Arthrose ist nicht heilbar und Ihrem Sohn muss klar sein, dass dies sein Lebenlang schmerzen wird, mal mehr mal weniger, aber er wird sicher lernen sich auf sein Körpergefühl zu verlassen und einschätzen lernen was ok ist und was nicht.

 
  1. Antwort von am 17.03.2012  
  Es gibt im Forum viele Erfahrungsberichte von dieser Krankheit. Vor allem von ihrem Anfang, weniger von langfristigen und überwundenen Fällen. Die Leute vergessen halt gern Probleme, die überwunden wurden.

Da die Auswirkungen für das ganze Leben bei schlechtem Verlauf fatal sein könnte, würde ich beim Sport zurückhalten, da ja damit ein fast eindeutiger Zusammenhang zur o.d. besteht. 10 Monate Schonung sind noch nicht viel. Viele Krankheiten im Bereich Knochen-Knorpel dauern mehrere Jahre bis zur Ausheilung, weil eben der Stoffwechsel dort sehr langsam ist. Ich machte beispielsweise die merkwürdige Knie-Krankheit 'chondropathia patellae' durch, die mich während 2 Jahren plagte und einschränkte.

Wie wäre es mit dem Beitritt des Sohnes zu einem Schwimmverein? Das würde ihn ablenken vom Fussball.

Das 'Vitamin' D3, das hier eine Rolle spielen kann, wird vor allem durch Sonnenbestrahlung erzeugt. Deshalb könnte es sein, dass die Supplementierung mit Nahrung nicht genügt. Im Winter besteht bei uns ein massiver Lichtmangel, deshalb würde ich, wenn man nicht im Süden Ferien machen kann, künstliche Bestrahlung verabreichen.

 




Osteochondrosis dissecans in beiden Knien bei meinem 10jährigen Sohn



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Stand : 13.12.2012 05:57:55
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