Frage wegen des Ablaufs einer Knorpeltransplantation (Gleitlager)



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  71. Eintrag von am 11.01.2018 - Anzahl gelesen : 33  
  Frage wegen des Ablaufs einer Knorpeltransplantation (Gleitlager)  
  0 ihr Lieben

am 25.1 hab ich einen Termin in der .
Und zwar gehts um mein rechtes Knie
Ich hatte schon immer Schmerzen aber seit einiger Zeit ist es ganz extrem geworden, so das ich es kaum knicken konnte aber auch nicht durchstrecken. Treppen waren eine Qual.
Nun war ich zwischen den n im MRT und dort ist rausgekommen

Beginnende Gonarthrose
Knorpelschaden Gr. 2 hinter der Patella und am Oberschenkel/Schienenbeinknochen und ein 3-4 Gradiger Knorpelschaden im Gleitlager.
Dazu kommen noch eine Entzündung des Hoffakörpers, ein Gelenkerguss, ein Knochenmarködem, Schleimbeutelentzündung präpatellaris, ein Reizung des Kapsel Band Apparates, eine Bakerzyste und dazu noch eine Meniskusdegeneration innen

Nun hab ich mich mit dem Gedanken angefreundet ( Aber nur ganz langsam) das eine Knorpeltransplantation gemacht werden muss.
Nun hab ich aber ziemliches Übergewicht ( eigentlich wollte ich alles vorbereiten für einen Magenbypass - der jetzt noch wichtiger geworden ist) aber für mich ist diese OP jetzt an 1. Stelle

Ich würde gerne einfach mal wissen wie sowas abläuft, wie das ist mit Anschlussreha, mit Belastung, habe was von einer Schiene gelesen die das Knie in einem bestimmten Winkel hält.
Und einfach wie bei euch so die Erfahrungen waren
Kennt jemand die ?
Die Mutter meiner Partnerin ist dort operiert worden allerdings ist das schon viele Jahre her!
 
  3. Antwort von am 15.01.2018  
  T,

zu deiner Fragen kann ich dir keine Auskunft geben.

Aber zu deinem Übergewicht.
Muss es bei dir wirklich ein Magen-Bypass sein, bekommst du dein Übergewicht nicht mit einer Arthrose gerechten Ernährungsumstellung in den Griff?

Ich persönlich halte nicht viel von einem Magen-Bypass ausser man hat über 70 kg Übergewicht. Auch bei einem Magen-Bypass muss man sein ganzen Leben darauf achten, was man isst, damit man nicht wieder zu nimmt.

Bei einer Arthrose gerechten Ernährung reduzieren wir das tierische Eiweiss, dafür gibt es mehr Gemüse und Salate, Kräuter, Vollkornprodukte usw.

Ich war erst vor einigen Wochen bei einem Vortrag über den Magen-Bypass und dort wurde erklärt um sein Gewicht zu halten, sollte man Eiweiss-Shakes zu sich nehmen.???

Ich habe selbst Eiweiss-Shakes getrunken und bekam extrem starke Arthrose Schmerzen in meinen Gelenken.

Mein Rat an Dich:
Lass dich in deiner Klinik von einer Ernährungsberaterin beraten und nimm mit ihrer Hilfe zuerst ab.
Zusätzlich solltest du in einem med. Aufbautraining (MAT) deine Muskulatur aufbauen, durch Rückenschwimmen kannst du das unterstützen. Wenn du eine starke Muskulatur hast, kannst du auch eine Operation noch einige Zeit hinausschieben.

Ich weiss nur, dass ein Ersatzknorpel keiner grossen Belastung stand hält und mit erhöhtem Übergewicht ist es nicht einfach mit den Stützen zu laufen und das Bein einige Wochen nicht zu belasten.

Knochenmarködem: mein Mann hatte hier mit einer Sauerstoffbehandlung und Osteopathie (privat) sehr gute Erfahrung gemacht.

Operiert wird man schnell, aber bevor man nicht alle Behandlungen versucht hat, sollte man sich eine OP gut überlegen.

Ich wünsche dir alles Gute
und freue mich darüber, wenn du in den Abspeck-Club rein schaust :-)

von D.

 
  2. Antwort von am 14.01.2018  
  A., bzw. T,

es gibt eigentlich 2 Arten der Knorpeltransplantation:
- OCT --> da wird ein Stück Knorpel woanders entnommen und im Knie eingesetzt, d.h. dafür braucht man nur eine OP, aber es wird Knorpel von einem anderen Gelenk genommen, meistens Hüfte
- ACT oder M-ACT: Dabei wird nur sehr wenig Knorpel entnommen, in der Regel aus dem betroffenen Gelenk. Der Knorpel wird dann im Labor gezüchtet und nach 6-8 Wochen wieder eingesetzt, d.h. man braucht 2 OP's, wie von B. beschrieben.

Welche Methode am besten geeignet ist, hängt von der Grösse des Knorpelschadens ab.
Ich denke, bei Dir geht's um eine ACT, auch Knorpel-Zell-Transplantation genannt, sonst hättest du vermutlich in eine andere Gruppe geschrieben.

Ich mache gerade eine ACT, habe vor 3 Wochen die 2. OP gehabt, verbringe also die meiste Zeit auf dem Sofa :-)
Die OP habe ich in Ratingen machen lassen in der Fachklinik 360.
Das war eine Empfehlung von meinem Orthopäden.
Ich bin soweit zufrieden, allerdings kann ich noch wenig über den langfristigen Erfolg sagen.

Die Sache ist in der Tat sehr langwierig, aber hat gute Erfolgsaussichten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen (Schaden nicht zu gross, wie sehr sich das Übergewicht auswirkt, kann ich nicht sagen).
Ich bin jedenfalls optimistisch :-)

B.: Wenn du 3000km Fahrrad fährst pro Jahr, dann war die ACT anscheinend erfolgreich, oder hast du immer noch Probleme ?

,

Willi
 
  1. Antwort von am 11.01.2018  
  T,

ich hatte vor 4 Jahren meine MACT. Mein Schaden war ebenfalls im Gleitlager 3cmx3cm Grad4.

Der Ablauf ist wie folgt:
- 1. OP für die Knorpelentnahme. Unproblematisch, da Arthroskopisch. Danach darf man fast sofort wieder voll belasten. Evtl. muss da bei Dir noch mehr gemacht werden.
- 2. OP ca. 4-6 Wochen später. OP normalerweise auch Arthroskopisch. Dauert auch nicht lange. Hat bei mir 30 Minuten gedauert. In dieser OP wird der gezüchtete Knorpel eingesetzt. Dieser Knorpel ist dann sehr empfindlich.
- nach dieser OP bekommt man für 6 Wochen eine Schiene. An der kann die Beugung eingestellt werden und die wird in den 6 Wochen schrittweise erhöht.
- In diesen 6 Wochen darf man so gut wie nicht belasten, das heisst man muss in der Lage sein mit den Krücken alleine ohne Belastung unterwegs zu sein.
- nach 6 Wochen darf man belasten, aber der Knorpel ist nach wie vor empfindlich und darf nicht überfordert werden.
- ich hatte danach Reha, aber es muss auch klar sein, das kann nur ein Anfang sein. Auch nach der Reha bin ich viel Rad gefahren, denn dadurch wird das Gelenk ohne Belastung bewegt und versorgt. Erst nach einem Jahr ist der Knorpel voll belastbar

Wenn der Knorpelschaden durch das Übergewicht kam ist die Gefahr gross, dass er dadurch auch wieder zerstört wird. In den 6 Wochen ist auch die Gefahr einer Gewichtszunahme da, da man sich nicht bewegt, aber kann.
Das ganze ist sehr aufwendig und erforder viel Geduld und man sollte wirklich auch danach noch viel Sport (Radfaren, Schwimmen, aber nur Kraulen) machen. Ich bin derzeit bei 3000-3500km Radfahren im Jahr.

Am besten und wichtigsten einen Arzt finden, dem du vertraust und alles mit ihm durchsprechen.
 




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Stand : 15.01.2018 16:20:28
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