Super Hüftoperation gehabt, aber total Enttäuscht vom Endergebnis



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  1616. Eintrag von am 30.12.2017 - Anzahl gelesen : 241  
  Super Hüftoperation gehabt, aber total Enttäuscht vom Endergebnis  
  0 ihr Lieben, ich brauche mal etwas Austausch. Und zwar habe ich mich über 5 Jahre mit starker Hüftathrose rumgeplagt. Dann entschloss ich mich zur Operation und war total Begeistert. Wenig Schmerzen und super schnelle Rehabilitation. Ich freute mich und war sogar schnell wieder arbeitsfähig (8 Wochen). Was mich nun aber total frustriert, ist das Endergebnis. Ich mache wirklich viel Sport und Spaziegänge. Jedoch, kann man sagen: ich hab die gleichen Beschwerden, wie vorher auch. Es hat sich nichts verbessert. Die Gründe warum ich mich operieren lassen hab, waren Schmerzen beim Aufstehen, beim Sitzen, beim Autofahren und die kurzen Gehstrecke . Ebenso gingen viele Übungen in den Sportkursen ( Rückengym, Pilates) nicht. Das hab ich immer noch. Somit hat die Operation zwar nichts verschlechtert und war unkompliziert. Jedoch hat sie auch rein gar nichts verbessert. Nichts. Geht das nur mir so? Oder hat der eine oder andere das auch ( ich mache von Zeit zu Zeit auch immer noch Physiotherapie)  
  14. Antwort von am 25.01.2018  
  B., bei einer Hüfte gibt es nur noch 14 Tage AHB und die Verlängerung nur, wenn es begründbar ist.
Ich hatte aber einen planmässigen Verlauf.
Gut ...Irena war meine Schuld..war 60 km von mir weg und man darf ja noch nicht Autofahren, also nicht zu organisieren
 
  13. Antwort von am 25.01.2018  
  Frau Stressfrei, warum hattest Du denn nur 14 Tage eine AHB? Ich war nach Knie-Tep 4 Wochen (1 Woche war Verlängerung) zur ambulanten Reha, dann noch zur IRENA und habe von meinem Orthopäden noch diverse Physio-Verordnungen bekommen.

Warum durftest Du nicht zur IRENA? Bist Du nicht berufstätig?

Eine Rehasport-Verordnung habe ich auch noch bekommen, aber die ist ja auch nicht abhängig von einer OP.
 
  12. Antwort von am 24.01.2018  
  L., das klingt ja super. Nur ist es fast ausgeschlossen mal eine Rehabilitation zu bekommen.
Man bekommt seine AHB 14 Tage und wenn man Glück hat noch ein Nachsorgeprogramm.
Physiotherapie und Massage habe ich bis dato nicht mehr bekommen, obwohl ich immer mal wieder nachfrage. Selbst Irena nicht.
Ich kenne Bekannte, zum Teil mit grossen, chronischen Schmerzen. Trotzdem wird eine Reha meist abgelehnt.
Das einzige was man machen kann ist Eigeninitiative und das mache ich in dem ich zweimal die Woche ins Fitnessstudio gehe und einmal zum schwimmen incl Aqua Gym.
Der Erfolg ist jedoch bescheiden.
Schmerzen hab ich zwar keine, aber auch jetzt, knapp 4 Monate später, stelle ich keinerlei Verbesserung zu vorher fest.
 
  11. Antwort von am 24.01.2018  
  Hi,

ich hatte vor 11 Jahren meine Hüft-Op. Hatte Dysplasie und dadurch dann Arthrose. Bei der OP auch gleich alles richtig hin geschoben. OP super. Verheilung alles gut. Aber ich hatte auch immer Schmerzen. Massagen, Muskelaufbau etc. Nichts half wirklich. Dann 2016 habe ich endlich eine Reha gemacht. Was soll ich sagen? Die war echt toll. Das Problem war das ISG-Gelenk und die wirklich tief sitzenden Muskeln. Die hatten voll zu gemacht. Mit allen möglichen Übungen und zum Teil schmerzhaften Massagen und Moorpackungen sowie Unterwasserübungen (bis zu 9! verschiedene Massnahmen am Tag) haben wir in 3 Wochen die Muskeln voll locker bekommen. Jetzt geht der Muskelaufbau voran. Massagen bisher nicht mehr nötig.Seit letztem Jahr gehe ich auch in den Bergen wandern. Das war vor der Reha nicht möglich. Ich war in Bad Doberan und das war gut so.Werde wenn es soweit ist wieder hin gehen.
Vielleicht solltest du auch eine med. Reha machen. Ein so intensives arbeiten an der Muskulatur ist nur stationär wirklich möglich.

und gute Besserung
L.
 
  10. Antwort von am 13.01.2018  
  'es sind ja nicht die Knochen oder die Arthrosegelenke, die die eigentlichen Schmerzen verursachen, Knochen haben keine Neen.'

Stimmt so nicht. Bei schon leichtem Knorpelschaden kann sich lokal ein Ueberdruck im Knochen aufbauen, mit dem Resultat einer venösen Stauung, welche ähnlich wie Kopfweh empfunden wird. Ich denke, das war der Hauptschmerz, den ich während meinen chondropathiae patellae spürte. Es gab da eine Methode, die Patella von der Seite in der Mitte anzubohren, um den Ueberdruck zu reduzieren. Vorübergehend heorragende Ergebnisse.

Die Schleimhäute der Gelenke wiederum sind Rezeptoren für die Schmerzenzyme, welche bei Gewebezerfall bei Abnutzung entstehen.

Erst in d Ordnung entstehen Schmerzen in Sehnen und Bändern, falls die Geometrie des Gelenks sich verändert.

Muskeln?


'Ich mache wirklich viel Sport und Spaziegänge.'

Ist ja wirklich gesund, aber nach einer fundamentalen Veränderung so früh?
 
  9. Antwort von am 13.01.2018  
  Die Gefahr langdauernder, starker Gelenkschmerzen: es bildet sich ein sogenanntes Schmerzgedächtnis. Sogar wenn die Ursache des Schmerzes weg ist, bleibt der Schmerz. Deshalb lieber früher als zu spät operieren unter diesen Umständen.  
  8. Antwort von am 11.01.2018  
  Liebe A.,

es sind ja nicht die Knochen oder die Arthrosegelenke, die die eigentlichen Schmerzen verursachen, Knochen haben keine Neen. Häufig bedingen sich die Schmerzen auch aus Muskelverspannungen, die häufig auch unbewusst auftreten. Bei mir ist es z. B. so, dass durch Stress, negative Erlebnisse oder Ärger sich die Schmerzen drastisch verschlimmern und der Bewegungsumfang drastisch abnimmt, obwohl rein objektiv dafür gar kein Grund besteht, wie z. B. Überlastung oder gar Sturz.
Wenn Du versuchen kannst, evtl. mithilfe einer guten Physiotherapie oder auch mal Massage, die Muskulatur aufzulockern und den Körper zu entspannen, könnte ich mir vorstellen, dass Dir das auch helfen kann, zumindest kann es lindern.
Mir wird immer von den behandelnden Ärzten erzählt, dass ich nach einer eventuellen OP wie ein junger Hund herumspringen werde und ähnliche Märchen. Da ich eher Realist als Träumer bin, gehe ich die Dinge lieber pragmatisch an und halte mich an die Fakten und versuche, daraus das Beste zu machen.
Lass es langsam angehen, Du wirst und musst keine Blitzerfolge erzielen, eher eine langsame, stetige und nachhaltige Besserung. Auch musst Du niemandem etwas beweisen, so nach dem Motto: 'Du bist jetzt operiert, nun stell Dich mal nicht so an, das muss doch jetzt alles gut sein.' Solche und ähnliche Kommentare habe ich schon häufiger bei Gesprächen mitgehört, denn die Nichtbetroffenen wissen ja bekanntlich immer alles besser.
Beobachte Dich und Deinen Körper, höre auf ihn, er wird Dir sagen, was Dir gut tut und was nicht. Und vor allem: Immer Kopf hoch!
Nur wer nach oben blickt, kann den Himmel und die Sterne sehen.
Überlege auch einmal wie lange Dein Körper benötigt hat, um diese schwer ausgeprägten Struktueränderungen heorzubringen, die Dir letztendlich die Schmerzen und die Operationen beschert haben. Nun braucht er einfach Zeit, sich an die durch die Operation vermutlich verbesserte Statik und die geänderten Scherkräfte zueinander zu gewöhnen, lange nicht benutzte Muskelpartien oder fehlbeanspruchte Muskeln müssen jetzt erst langsam in das Tagwerk wieder eingegliedert werden und ihre gesunde Funktion wieder nach und nach aufnehmen. Das braucht Zeit.
Ich wünsche Dir viel Kraft, Geduld und Beharrlichkeit auf Deinem Weg zur Gesundung und zur Wiedererlangung einer guten und schmerzfreien Beweglichkeit.

Ganz herzliche von G.
 
  7. Antwort von am 11.01.2018  
  ihr Lieben, vielen Dank für den Austausch. Das ist sehr hilfreich für mich. In Anbetracht meiner missglückten Schulteroperation bin ich ja schon froh, dass es nach der Operation zumindestens nicht schlechter geworden ist als vorher. Sozusagen genauso. Allerdings war es bei mir schon immer komisch: obwohl die Arthrose wirklich, wirklich hochgradig war und eine Operation wirklich notwendig, hatte ich immer das Gefühl, dass die eigentlichen Beschwerden woanders herkamen. Dieses Gefühl war nicht ganz unbegründet, da einige typische Symptome nicht stimmte zb hatte ich keinen Anlaufschmerz und lief mich dann ein, sondern es trat immer eine Verschlechterung in der Bewegung auf. Ebenso war die Gelenkinfiltration negativ ( Hüftgelenk wurde beteubt und dann hätte man eigentlich für 1-2 Stunden beschwerdefrei sein müssen, war ich aber nicht) und einige Dinge mehr. Trotzdem bin ich natürlich optimistisch ob es noch besser werden wird.  
  6. Antwort von am 10.01.2018  
  A.,

genau das, was Du da schreibst, ist auch meine Angst und der Grund, warum ich mich unter gar keinen Umständen zu einer Hüftoperation durchringen kann, obwohl meine Hüftarthrose extrem ausgeprägt ist. Dein Beitrag bestärkt mich nun in meinem Konzept, weiter durchzuhalten...

Was Dich betrifft, kann ich mich den Beiträgen hier im Forum für Dich nur anschli, ich sehe das auch so, dass Du mit Geduld und Konsequenz Deinen Zustand, Deine Schmerzen und Deine Gehfähigkeit kontinuierlich erhöhen wirst. Lass bloss den Kopf nicht hängen. Das wird schon.... Bleibe konsequent daran, hier im Forum gibt es wirklich sehr gute Hilfestellungen und Tipps von Betroffenen und allgemeine Hinweise, auch für Ernährung und Ausschaltung entzündungsfördernder Stoffe. Die erfolgreiche Behandlung dieser blödsinnigen Erkrankungen Arthrose muss immer multimodal sein, d. h. immer auf mehreren Schienen fahren und immer mehrere positive und helfende Faktoren miteinander kombinieren.
So kann ich nur sagen: DU SCHAFFST DAS.
Bleibe geduldig, überfordere und überlaste Dich nicht, e allmählich Deinen Bewegungsumfang, und Du wirst sehen, es wird sich bessern.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und drücke Dir fest die Daumen, dass Du diesen Weg erfolgreich gehen wirst. Wahrscheinlich wird in diesem Sommer schon eine beträchtliche Besserung Deines Zustandes eingetreten sein, da kannst Du zuversichtlich sind.

Ganz
G.
 
  5. Antwort von am 08.01.2018  
  Frau Stressfrei,
für mich klingt es so, dass du zu früh zu viel gemacht hast, weil es dir in der postoperativen Phase sehr gut gegangen ist. Der Körper braucht aber seine Zeit bis er sich wieder auf die jetzt richtige Haltung und den Bewegungsablauf einstellt. ich habe 1/2 Jahr nach der OP noch einmal eine Serie Physiotherapie gemacht und insgesamt hat es fast ein Jahr gedauert, bis ich wieder wirklich ohne Hinken gehen konnte - obwohl ich es erst nicht glauben wollte, als es mir meine Orthopädin vorher gesagt hatte
Ich wünsche dir gute Besserung und die nötige Geduld dazu
 
  4. Antwort von am 02.01.2018  
  Liebe Frau Stressfrei
mach doch deinem Namen alle Ehre und stress dich nicht selbst so. Eine jahrelange Schonhaltung vergisst dein Körper nicht innerhalb von 8 Wochen.
Bis sich die Strukturen wieder normalisieren das dauert.
überanstrenge deinen Körper nicht mässig aber regelmässig Sport das ist wichtig.
Ich habe bei meiner letzten TEP( immerhin habe ich davon drei Stück) über ein Jahr gebraucht bis ich sagen konnte :es ist gut. Viel gebracht hat regelmässiges Laufen mit Nordic Walking Stöcken und gehen auf dem Laufband.
ein grosses Paket Geduld und Ausdauer schickt dir
E.
 
  3. Antwort von am 01.01.2018  
  A.,
du hast ja geschrieben, dass du dich fünf Jahre mit den Beschwerden vor der OP rumgeplagt hast. In dieser Zeit haben sich sicher so manche Fehlhaltungen und so mancher Muskelabbau eingeschlichen. Sollte sich das wirklich alles in ein paar Wochen wieder geben?
Du warst offensichtlich begeistert von der super verlaufenen OP und hast sportmässig wohl sofort voll zugeschlagen, nicht wahr? Du kannst zur Sicherheit bei deinem Orthopäden doch mal röntgen lassen und sehen, ob alles o.K. ist. Und wenn dem so ist, würde ich - wie C. und B. - dazu raten, schalt mal zwei Gänge zurück und gib deinem Körper etwas mehr Zeit. Geduld wäre das Zauberwort für 2018.
LG D.
 
  2. Antwort von am 31.12.2017  
  A.,

ich kann immer nur wieder schreiben, dass es ein Jahr dauert bis nach einer Operation alles wieder gut ist, bei manchen dauert es auch länger.

Gerade wenn man sehr schnell nach einer Operation wieder 'alles' machen kann, meint man so geht es weiter. Leider ist das oftmals nicht der Fall. Wir überlasten das operierte Gelenk und das umgebende Bindegewebe damit und es kann zu einem Rückfall kommen.

Ich bekam im Aug. 17 meine Hüft-TEP rechts eingesetzt, war auch schmerzfrei war alles super. Durch die Operation reagierte mein Lip- und Lymphödem sehr stark. Dadurch dass ich bereits so gut beweglich war, vergass ich, dass mein Bein viel schwerer als wie sonst ist. Als ich schwungvoll ins Bett ging, habe ich mir dadurch die Leiste gezerrt. Puhhh - musste in der Reha drei Tage pausieren.
Mit viel Geduld einer guten Pysiotherapeutin bekam ich das nach 2 Monaten in Griff.
Aber meine LWS Beschwerden kamen genau wie bei dir zurück. Das dauert, sie müssen Geduld haben!!!

Habe mir dazu unter You Tube Behandlungen nach einer Hüft-TEP angeschaut. Bin dann zum Osteopathen der mich ganzheitlich behandelte.

Mein Osteopathe für Gelenke hat mir das folgendermassen erklärt:
Durch eine über eine längere Zeit andauernde Verstopfung, verursacht durch eine Funktionsstörung des Dickdarms, dehnt sich der Dickdarm aus und beeinträchtigt dadurch dauerhaft die normale Durchblutung im kleinen Becken. Hier verlaufen auch die Blutgefässe die den Hüftkopf versorgen.
Bei mir wurden die Verklebungen des Dickdarms durch diese Behandlungen gelöst, zusätzlich durch Bauchbehandlungen die sich sehr positiv auf meine Muskelverspannungen auswirkten.
Gerade nach einer Hüft-TEP Operation kann es zu einem leichten Beckenschiefstand kommen. (Mitglieder berichten hier darüber, dass sie verschieden lange Beine nach der OP haben!) Deshalb sollte immer wieder vom Therapeuten die Beinlänge kontrolliert werden. Durch KG-Übungen und lockernde osteopathische Behandlungen an der LWS gehen die Beschwerden auch wieder zurück.
Unsere Schmerzen bleiben ja nicht in der Hüfte sondern ziehen bis in die Schulter oder Halswirbelsäule, oder auch in die Füsse, deshalb sollten wir ganzheitlich behandelt werden.

Achte bitte darauf wie du läufst, machst du gleich lange Schritte oder humpelst du auf einer Beinseite, muss nicht unbedingt das operierte Bein sein.

Drehe deinen Sport etwas zurück, Schwimmen und KG im Wasser macht mehr Sinn, da du dein Bein hier nicht so intensiv belastest und dann habe Geduld mit deinem Bein… dann wird das auch.

Ein gesundes und glückliches Neues Jahr
wünscht Dir C.







 
  1. Antwort von am 31.12.2017  
  Vielleicht braucht Dein Körper einfach auch noch Zeit? Auch wenn alles gefühlt problemlos über die Bühne ging: da wurde ein grosses Gelenk ausgetauscht, daran muss sich der Körper auch erst gewöhnen, inklusive aller Strukturen, die über Jahre in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Beim Knie heisst es auch nicht umsonst, dass die gesamte Heilungsdauer 1 Jahr und länger betragen kann. Ich würde dran bleiben mit Physiotherapie (was heisst 'von Zeit zu Zeit'?) und regelmässiger Bewegung, dabei aber auch nicht übertreiben. Viel bewirkt nicht immer viel. Und einfach Geduld haben.

LG B.
 




Super Hüftoperation gehabt, aber total Enttäuscht vom Endergebnis



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ForumNr : 501-3800-Hüftgelenk-Prothese - Erfahrungsaustausch : Hüftgelenk-Prothese - 194
SID : deutsches-arthrose-forum - 66994 -


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Stand : 25.01.2018 17:50:06
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