Knieumstellung machen oder lieber lassen?



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  543. Eintrag von am 09.01.2018 - Anzahl gelesen : 248  
  Knieumstellung machen oder lieber lassen?  
  0 liebes Forumsgemeinde,

ich bin 34 Jahre alt (60kg bei 1,72m), bisher Laufsportler (auch Maon). Ich bin in der Woche etwa 30 Kilometer gelaufen und das viel auf Asphalt und Berge hoch wie runter.
Im August hatte ich Schmerzen im linken Knie (kein Unfall o.ä. bekannt). Nach MRT liegt ein komplexer Riss am Innenmeniskus vor, ausserdem Knorpelschaden II. Grades.
Ich war inzwischen bei 5 Orthopäden. Alle sagen dass meine O-Beinstellung (ca. 5 cm Luft zwischen den Knien wenn die Füsse sich berühren) ein Grund für den Schaden sein können und es besser wäre eine Knieumstellung auf X-Beine zu machen um die noch gesunde Gelenkhälfte stärker zu belasten.
Jetzt habe ich in 3 Wochen erstmal Meniskus-OP und ich hoffe dass dann die Schmerzen die jetzt beim Gehen (Laufen unmöglich) bestehen wieder weg sind.
Danach ist nur die Frage was langfristig nötig ist. Ich werde so oder so auf den Laufsport verzichten und lieber auf Radsport umsteigen um die Gelenke zu schonen.
Die Frage ist nur ob die Alltagsbelastungen schon so gross sind mit der Fehlstellung dass in ein paar Jahren ein künstliches Knie nötig sein wird oder wird es noch 30 Jahre halten?
4 Orthopäden raten zur Umstellung, einer nicht. Meine Heilpraktikerin rät auch davon ab weil die Gesamte Körperstatik verändert wird und neue Probleme auftreten können und auch Neen beschädigt werden können mit grossen Folgen.

Was könnt ihr mir raten?
 
  12. Antwort von am 15.05.2018  
  . Hast du dich schon operieren lassen. Wie ist das Ergebnis? Ich hatte im Oktober 2017 eine Osteotomie wegen O Beinen vom Ergebnis bin ich nicht überzeugt, weil eine wirkliche Entlastung nicht stattfindet. Heute bringt es den Orthopäden nur viel Geld.  
  11. Antwort von am 05.05.2018  
 

war bei mir ähnlich. Bei ausgeprägter O—Beinstellung Innenmeniskusriss aus dem Nichts( früher Reitsport, dann Volleyball, Laufen) .
Mir wurde dringend zur Arthrokopie geraten.
Danach ging gar nichts mehr, da durch Entfernung des Innenmeniskus inklusive Fehlstellung der Knorpel stark entzündete und ich ohne Schmerzen nicht mehr gehen konnte.
Es folgte dann die Osteotomie und dadurch bin ich dann wieder relativ schmerzfrei geworden.
Ich hoffe, dass jetzt nach der Metallentfernung wirklich wieder alles wie neu ist

LG L.
 
  10. Antwort von am 24.01.2018  
  Hi,

ich hatte vor 10 Jahren plötzlich Schmerzen seitlich im Knie bekommen bei bekannter X-Stellung. Habe, da die Bänder, Sehnen und alles in Ordnung waren (nur Kniescheibe aber da geht nichts zu ändern) eine Umstellung (closed Wedge am Oberschenkel) machen lassen um ein künstl. Knie in Zukunft zu verhindern. Ich bin damit zufrieden und mein Orthopäde auch. Vermutlich werde ich nie ein künstl. Knie brauchen wenn nicht noch was anderes passiert. Ich war damals 48 Jahre alt.


K.
 
  9. Antwort von am 17.01.2018  
  ,

ich habe jetzt meine Situation nochmal mit meinem Hausarzt durchgesprochen. Er riet mir das erstmal den beschädigten Meniskus operieren zu lassen und ein Jahr abzuwarten. Wenn ich dann beschwerdefrei den Alltag und den Sport (Radfahren, Schwimmen) machen kann, sieht er keine Notwendigkeit einer Umstellung.
Er meinte es kann niemand in die Zukunft sehen und wenn ich mich gut fühle und auf den belastenden Sport verzichten kann würde er es mir nicht raten.

10 Ärzte, 10 Meinungen ...
 
  8. Antwort von am 13.01.2018  
  34 Jahre ist noch Idealalter. Als Sportler steht man das wie ich im fast gleichen Alter damals problemlos durch.

Ich zweifle, ob der Meniskus alleine für die stärkeren Schmerzen verantwortlich ist. Es ist möglich, dass der Meniskus durch die Ueberlastung und die ungünstige Kniekinematik geschädigt wurde.

Auch mit Knorpelschaden vom Grad II besteht nach Korrektur die Chance, die Prothese für mindestens 10 Jahre oder für immer fernzuhalten.

 
  7. Antwort von am 12.01.2018  
  A.

Ich habe die TEP jetzt fast 2 Jahre und lebe gut damit. Ich bin aber auch nur 5x in meinem Leben z.B. Ski gefahren und solchen Sport lasse ich lieber. Ebenso Schlittschuhlaufen und Inliner fahren, da ist mir die Verletzungsgefahr einfach zu gross (zumal ich auch schon operierte Schultergelenke habe). Die TEP soll ja möglichst lange halten.

Ich arbeite im Büro, da ist das schon mal kein Problem. Ansonsten fahre ich Rad, gehe Nordic Walken, zum Rehasport und zur Aquafitness. Man sollte sich mit einer TEP schon überlegen, was man für Sport betreibt. Nicht alles, was geht, ist auch gut.

Mir geht es definitiv besser als vorher, aber das Knie war auch 4.gradig geschädigt, das vordere KB war schon fast weg durch die Arthrose, so dass die Alternative nur Schmerzmittel gewesen wäre.

LG B.
 
  6. Antwort von am 12.01.2018  
  Was ich verg habe. Mein ehemaliger Arbeitskollege hatte auch eine Osteotomie. Macht alles wieder Skifahren und Tennis. Ich bin da anders. Jetzt muss man auf die Knie schauen und nicht noch eins drauf setzten. Ich fahre Rennrad ( Rennen dieses Jahr wahrscheinlich nicht)
Ich werde mich in drei Wochen entscheiden, ob ich ihn jetzt schon machen lasse. Jetzt habe ich auf der anderen Seite eine Einlage im Schuh für einen kleinen Ausgleich. Passt.
 
  5. Antwort von am 12.01.2018  
 

Hätte normalerweise einen Termin im Februar für den zweiten Fuss. Bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich es gleich beim zweiten Fuss machen soll. Eins ist es ein grosser Eingriff. Also Radfahren geht nach 4-6 Wochen locker wieder. Bin nach 6 Wochen wieder in die Arbeit. Hatte zwei Wochen die Krücken dabei. Im Büro geht das. Bei mir ist es so, das ich beim gehen noch einen Schmerz spüre, aber mehr von der Platte. Ich bin halt der Meinung. Erst nimmt er dir vom Meniskus etwas weg und in zwei Jahren schaut er wieder rein ins Knie und stellt ihn dann um. Dann denke ich ist der Erfolg nicht so gross.

 
  4. Antwort von am 11.01.2018  
  ,

danke für deine Antwort!

Machst du die Umstellung denn noch an der anderen Seite? Es macht doch bestimmt Sinn beidseitig kurz nach einander umzustellen oder?

Wie schnell kann man nach so einer OP wieder einen Bürojob ausführen?
 
  3. Antwort von am 11.01.2018  
  Ich würde gerne weiterhin aktiv sein (zwar kein Leistungssport - ausser Fahrrad). Ich will mit den Kindern hinter Haus Fussball spielen können oder auch in den Skiurlaub fahren können ohne grosse Einschränkungen. Deshalb bin ich momentan eher dafür alles Mögliche zu unternehmen möglichst sportlich weitermachen zu können.
Die andere Überlegung ist halt damit abzufinden dass sowieso irgendwann ein künstliches Gelenk kommt und es drauf ankommen zu lassen.

B.
Wie lebt es sich mit nur 45 Jahren und einem künstlichen Knie? Wie ist der Alltag und wie ist es beim Sport?
 
  2. Antwort von am 11.01.2018  
 

Bei mir war es fast das Gleiche. War auch bei verschiedenen en. Ich bin an beiden Knien vor fünf Jahren am Innenmenisken operiert worden. Danach alles super 5 Jahre lang. Seit Januar 2017 immer wieder Schmerzen an der Innenseite. War bis vor fünf Jahren Fussballer jetzt seit fünf Jahren Rennradfahrer. Das Rennradfahren geht noch zwickt manchmal, aber in manchen Situationen brennt es innenseitig in der Ruhephase. Im Oktober hab ich mich entschieden für das linke Knie eine Osteotomie machen zu lassen. Kann wieder Rennrad fahren ohne Probleme. Beim gehen merke ich den Bruch oder die Platte ( kann ich nicht genau sagen). -Ich habe 9 Monate überlegt und hab es dann machen lassen um viel Zeit für später zu gewinnen. Bin 43 Jahre, sportlich. Wichtig ist der Operateur. Knorpelschaden 2-3 Innenseite. Hatte auch einen guten Therapeuten. Man muss danach gleich anfangen den Muskel wieder aufzubauen. Ich kann viel schreiben, aber eine Entscheidung ist schwer.

 
  1. Antwort von am 10.01.2018  
 

also, bei einem 2.gradigen Schaden (das ist ja fast altersgemäss) und so kurzen Knieschmerzen würde ich mich erst mal nicht für eine so grosse OP entscheiden.

Erst mal den kaputten Meniskus richten lassen und dann gucken, wie sich das auch mit dem Radsport entwickelt.

Ich hatte mit 20 die Umstellungsosteotomie, ich denke, sie hat bei mir Sinn gemacht, aber ich habe 25 Jahre später eine TEP bekommen.

Letztendlich kann Keiner vorhersagen, wie es genau weitergeht.

LG B.
 




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Stand : 15.05.2018 21:12:25
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